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Warum System-Updates für Ihre Sicherheit so wichtig sind

Älterer Mann am Computer, eine geflickte Stelle in der Wand hält kleine Einbrecherfiguren draußen – so schützen Updates
In diesem Artikel

Da ist sie wieder. Unten rechts auf dem Bildschirm. „Updates sind verfügbar.“ Natürlich gerade jetzt.

Sie wollten eigentlich nur kurz Ihre E-Mails lesen, eine Rechnung überweisen oder nachsehen, wann der nächste Bus fährt. Und Windows möchte neu starten. Der Browser möchte neu starten. Irgendein anderes Programm möchte ebenfalls aktualisiert werden. System-Updates, Browser-Updates, App-Updates – alle wollen gleichzeitig etwas von Ihnen.

Also klickt man auf: „Später erinnern.“ Am nächsten Tag wieder. Und irgendwann entwickelt sich zwischen Ihnen und dieser Meldung eine ausgesprochen stabile Beziehung. Sie erscheint. Sie klicken sie weg.

Aber warum sind diese Updates eigentlich so wichtig?

Bei Sicherheitsupdates kommt es darauf an:

  • Bekannte Lücken in Windows und Programmen zu schließen.
  • Auch Browser und andere häufig genutzte Programme aktuell zu halten.
  • Eine Update-Meldung erst zu prüfen, bevor Sie darauf klicken.

Stellen Sie sich vor, jemand entdeckt einen Fehler in Ihrem Türschloss

Ihre Wohnungstür funktioniert hervorragend. Sie lässt sich abschließen. Sie lässt sich öffnen. Seit Jahren gibt es keinerlei Probleme.

Dann entdeckt der Hersteller des Schlosses plötzlich etwas: Wenn man an einer bestimmten Stelle ein dünnes Stück Metall hineinsteckt und es auf eine ganz bestimmte Weise bewegt, lässt sich das Schloss öffnen.

Das Problem sieht man dem Schloss nicht an. Für Sie funktioniert es weiterhin tadellos. Trotzdem ist es jetzt nicht mehr so sicher wie vorher. Der Hersteller entwickelt deshalb eine verbesserte Version.

Und genau das passiert bei Software ständig. Programme sind unglaublich kompliziert. Windows besteht nicht aus zehn oder hundert einzelnen Anweisungen, sondern aus riesigen Mengen Programmcode.

Das Gleiche gilt für Browser, E-Mail-Programme, Smartphones und viele andere Anwendungen.

Dabei werden immer wieder Fehler entdeckt. Manche sind harmlos. Andere können für Angriffe ausgenutzt werden. Ein Sicherheitsupdate repariert solche bekannten Schwachstellen.

Das Gemeine daran: Sie merken vorher meistens überhaupt nichts

Ein kaputter Bildschirm ist offensichtlich. Ein defekter Drucker ebenfalls. Eine Sicherheitslücke dagegen kann auf einem vollkommen normal funktionierenden Computer vorhanden sein.

Der Rechner startet. Ihre E-Mails funktionieren. Ihre Fotos sind da. Das Internet läuft. Alles sieht gut aus. Und trotzdem kann im Hintergrund eine Schwachstelle vorhanden sein, die mit einem Update bereits behoben werden könnte.

Deshalb ist der Satz „Aber mein Computer funktioniert doch“ bei Updates leider kein besonders guter Sicherheitsindikator.

Natürlich funktioniert er. Das Schloss an unserer Haustür funktioniert schließlich ebenfalls noch. Das Problem ist nur, dass inzwischen jemand weiß, wie man es öffnen kann.

Woher wissen Kriminelle überhaupt von solchen Sicherheitslücken?

Nicht jeder Computerangriff beginnt damit, dass ein genialer Hacker nachts in einem dunklen Keller sitzt und ausgerechnet Ihren Computer auswählt.

Vieles läuft automatisiert. Programme durchsuchen große Mengen von Computern und Internetdiensten nach bekannten Schwachstellen.

Das ist ein entscheidender Punkt. Ein Angreifer muss Sie nicht kennen. Er muss nicht wissen, dass Sie in Charlottenburg wohnen. Er muss weder Ihren Namen noch Ihre E-Mail-Adresse kennen.

Es kann völlig ausreichen, dass Ihr Computer oder ein bestimmtes Programm eine bekannte Sicherheitslücke besitzt. Genau deshalb werden Updates besonders wichtig, sobald eine solche Lücke bekannt ist. Updates sind dabei ein wichtiger Baustein, aber nicht der einzige. Was Sie sonst noch für Ihre Sicherheit tun können, habe ich auf meiner Themenseite zu Sicherheit und Betrugsschutz zusammengestellt.

Mit einem Update verschwinden nicht nur nervige Fehler

Viele Menschen verbinden Updates vor allem mit Veränderungen. Plötzlich sieht irgendein Knopf anders aus. Ein Menü wurde verschoben. Der Computer möchte neu starten. Und danach fragt irgendein Programm wieder etwas, das man seit Monaten nicht gefragt wurde.

Kein Wunder, dass Updates nicht gerade Begeisterungsstürme auslösen.

Aber ein Update kann mehrere Dinge gleichzeitig enthalten. Es kann Fehler beheben. Es kann ein Programm stabiler machen. Es kann Probleme mit Geräten beseitigen. Und es kann Sicherheitslücken schließen.

Der letzte Punkt ist häufig der wichtigste – obwohl man davon anschließend am wenigsten sieht. Wenn ein Sicherheitsupdate perfekt funktioniert, passiert nämlich etwas ziemlich Unspektakuläres: Nichts. Und genau das ist gut.

„Kann ich nicht einfach mein Virenschutzprogramm benutzen?“

Ja. Aber ein Virenschutzprogramm ersetzt keine Updates. Das sind zwei unterschiedliche Aufgaben.

Ein Virenschutzprogramm versucht beispielsweise, bekannte Schadsoftware oder verdächtiges Verhalten zu erkennen. Ein Sicherheitsupdate versucht dagegen, die Tür zu schließen, durch die ein Angriff überhaupt hineinkommen könnte.

Anders gesagt: Der Virenschutz ist der Wachhund. Das Update repariert das Loch im Zaun. Man kann einen ausgezeichneten Wachhund besitzen. Das Loch im Zaun sollte man trotzdem zumachen. Für Ihre Konten im Internet gibt es übrigens eine ähnliche zusätzliche Sicherung. Was hinter der Zwei-Faktor-Authentifizierung steckt und ob Sie sie brauchen, erkläre ich Ihnen gesondert.

Nicht nur System-Updates zählen – auch Ihr Browser und Ihre Programme

Bei „Updates“ denken viele zuerst an Windows. Das ist verständlich. Aber auch andere Programme können Sicherheitslücken haben.

Besonders wichtig ist beispielsweise der Browser. Also etwa Chrome, Edge oder Firefox. Mit dem Browser besuchen Sie Internetseiten, öffnen Links und laden manchmal Dateien herunter. Deshalb ist es sinnvoll, ihn aktuell zu halten.

Auch Programme wie PDF-Reader, E-Mail-Programme oder Office-Anwendungen sollten nicht jahrelang in einer alten Version weiterlaufen. Und natürlich gilt das Gleiche für Smartphones und Tablets.

Updates sind also kein reines Windows-Thema. Sie gehören inzwischen ganz normal zur Nutzung digitaler Geräte.

Aber Updates machen doch manchmal etwas kaputt

Ja. Das kann passieren. Softwareupdates können Fehler verursachen.

Gelegentlich funktioniert danach ein älteres Programm nicht mehr richtig.

Manchmal gibt es Probleme mit einem Drucker oder einem anderen Gerät. Und manchmal bringt ein Update tatsächlich einen neuen Fehler mit. Deshalb ist die Skepsis gegenüber Updates nicht vollkommen unbegründet.

Die Schlussfolgerung sollte aber nicht lauten: „Dann installiere ich einfach gar keine Updates mehr.“

Das wäre ungefähr so, als würden Sie sagen: „Nach der letzten Reparatur in meinem Haus hat der Handwerker eine Schramme in die Wand gemacht. Deshalb lasse ich jetzt auch die defekte Gasleitung nicht reparieren.“

Es geht um das Verhältnis zwischen Nutzen und Risiko. Gerade Sicherheitsupdates sollte man normalerweise nicht monatelang ignorieren.

Muss ich jedes Update sofort installieren?

Nein, Sie müssen nicht bei jeder Meldung alles stehen und liegen lassen. Wenn Sie gerade eine wichtige E-Mail schreiben, dürfen Sie die selbstverständlich erst fertigstellen. Wenn Sie gerade etwas ausdrucken müssen, muss der Computer nicht in derselben Sekunde neu starten.

„Später“ ist völlig legitim. Das Problem beginnt eher dann, wenn aus „später“ irgendwann „seit acht Monaten“ wird.

Viele Updates werden inzwischen ohnehin automatisch heruntergeladen. Manchmal fehlt lediglich noch ein Neustart, damit die Installation abgeschlossen werden kann.

Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, einen Computer gelegentlich wirklich neu zu starten. Nicht nur zuklappen. Nicht nur in den Ruhezustand schicken. Sondern richtig neu starten.

Im Bild erklärt

Ein Update ist oft erst nach dem Neustart fertig

Sie können eine Aufgabe beenden und den Neustart bewusst einplanen.

01Update ladenDer Computer bereitet es vor.
02Arbeit beendenOffene Dateien zuerst speichern.
03Neu startenDie Installation wird abgeschlossen.
04AktuellDanach normal weiterarbeiten.
„Später“ ist okay. Planen Sie den Neustart nur zeitnah ein.
Die genaue Reihenfolge kann je nach Programm abweichen. Ein monatelang ausstehender Neustart lässt Schutzlücken offen.

Warum möchte der Computer nach einem Update überhaupt neu starten?

Weil manche Teile des Systems gerade benutzt werden. Stellen Sie sich vor, jemand möchte während der Fahrt den Motor Ihres Autos austauschen. Das wäre zumindest unpraktisch.

Bei manchen Dateien und Bestandteilen des Betriebssystems ist es ähnlich. Solange Windows läuft, werden sie verwendet. Beim Neustart kann das System bestimmte Änderungen durchführen, bevor wieder alles vollständig gestartet ist.

Deshalb bedeutet „Update installiert – Neustart erforderlich“ nicht: „Windows möchte Sie heute besonders ärgern.“ Der Neustart kann tatsächlich Teil der Installation sein.

Eine Meldung über ein Update bedeutet trotzdem nicht automatisch, dass Sie darauf klicken sollten

Hier gibt es einen wichtigen Unterschied. Wenn Windows selbst in seinen Einstellungen ein Update anbietet, ist das etwas anderes als ein Fenster auf irgendeiner Internetseite.

Eine Webseite kann beispielsweise behaupten: „Ihr Browser ist veraltet! Klicken Sie hier für das dringend benötigte Update!“ Solche Meldungen können auch Werbung oder Betrugsversuche sein.

Installieren Sie deshalb Programme und Updates möglichst über die vorgesehenen Wege:

  • Bei Windows über Windows Update.
  • Beim Smartphone über die Systemeinstellungen oder den offiziellen App-Store.
  • Beim Browser über dessen integrierte Aktualisierung.

Nicht über irgendeinen blinkenden Knopf auf einer zufälligen Webseite.

Besonders aufmerksam sollten Sie werden, wenn überhaupt keine Updates mehr kommen

Ein alter Computer kann jahrelang zuverlässig funktionieren. Das ist zunächst einmal schön. Problematisch wird es, wenn das verwendete Betriebssystem oder ein wichtiges Programm vom Hersteller nicht mehr unterstützt wird.

Dann kann Folgendes passieren: Eine neue Sicherheitslücke wird entdeckt. Sie wird bekannt. Aber für Ihre alte Version gibt es keine Reparatur mehr.

Das ist ein völlig anderes Problem als ein Update, das lediglich noch nicht installiert wurde. Denn Sie können auf „Nach Updates suchen“ klicken, so oft Sie möchten. Es kommt einfach keines mehr.

Dann sollte man prüfen, ob eine neuere unterstützte Version installiert werden kann oder ob langfristig eine andere Lösung nötig wird. Das betrifft zum Beispiel Windows 10. Was Sie in diesem Fall tun können, habe ich im Artikel Windows 10 hat sein Support-Ende erreicht – was Sie jetzt tun können aufgeschrieben.

Das bedeutet übrigens nicht automatisch: „Alter Computer = sofort wegwerfen.“ Man sollte sich erst ansehen, welche Möglichkeiten das Gerät noch bietet.

Sind alle System-Updates installiert? So prüfen Sie es

Bei Windows 11 können Sie das recht einfach prüfen. Öffnen Sie: Einstellungen → Windows Update

Dort sehen Sie, ob Updates verfügbar sind oder ob Windows meldet, dass Ihr Gerät auf dem neuesten Stand ist.

Auch beim Browser lässt sich die installierte Version prüfen. Bei Chrome beispielsweise über: Menü → Hilfe → Über Google Chrome

Ähnliche Möglichkeiten gibt es auch bei anderen Browsern.

Sie müssen allerdings nicht jede Versionsnummer Ihres Computers auswendig kennen. Das wäre ungefähr so sinnvoll, wie die Teilenummer jedes Bauteils Ihres Autos zu lernen.

Wichtig ist vielmehr, dass automatische Updates funktionieren und nicht dauerhaft blockiert werden.

„Ich habe Angst, dass nach dem Update alles anders aussieht“

Diese Sorge begegnet mir häufig. Und ich kann sie verstehen. Wenn man sich an einen Computer gewöhnt hat, ist jede Veränderung erst einmal lästig.

Der Knopf war gestern noch links. Heute ist er rechts. Irgendein Symbol sieht plötzlich anders aus. Und ausgerechnet der Computer, den man endlich verstanden hatte, möchte einem wieder etwas Neues beibringen.

Deshalb unterscheide ich gerne zwischen zwei Dingen: Veränderungen, die lediglich neue Funktionen bringen. Und Aktualisierungen, die für die Sicherheit wichtig sind.

Nicht jede neue Funktion muss man unbedingt haben. Sicherheitslücken dauerhaft offen zu lassen, ist dagegen keine besonders gute Idee.

Updates sind ein bisschen wie Zähneputzen

Niemand steht morgens begeistert im Badezimmer und ruft: „Großartig! Endlich wieder Zähneputzen!“

Man macht es trotzdem. Nicht weil unmittelbar etwas Schlimmes passiert, wenn man es einmal vergisst. Sondern weil kleine regelmäßige Maßnahmen größere Probleme verhindern können.

Bei Updates ist es ähnlich. Sie machen Ihren Computer nicht unangreifbar. Das kann kein Update. Aber sie beseitigen bekannte Probleme und schließen bekannte Sicherheitslücken. Und falls doch einmal jemand in Ihr Postfach eingedrungen ist und Mails in Ihrem Namen verschickt, zeige ich Ihnen, wie Sie Ihr Postfach zurückholen.

Und genau deshalb gehören sie zu den einfachsten Dingen, die man für die Sicherheit eines Computers tun kann.

Wie Sie Update-Meldungen von gefährlichen Meldungen unterscheiden, zeige ich in Lektion 5 meines Videokurs „Computer verstehen“.

Wenn bei Ihnen seit Monaten „Update fehlgeschlagen“ steht

Dann würde ich das nicht dauerhaft ignorieren. Das bedeutet nicht automatisch, dass Ihr Computer gefährlich oder kaputt ist. Aber man sollte herausfinden, warum die Aktualisierung nicht funktioniert.

Manchmal fehlt lediglich Speicherplatz. Manchmal hängt eine Installation fest. Manchmal ist die verwendete Windows-Version zu alt. Und manchmal steckt ein ganz anderes Problem dahinter.

Ich helfe Ihnen bei solchen Problemen auch bei Ihnen zu Hause in Berlin-Charlottenburg. Dabei geht es nicht darum, wahllos alles zu aktualisieren, was irgendeinen Knopf mit der Aufschrift „Update“ besitzt.

Sondern darum, erst einmal zu prüfen: Was ist installiert? Was ist aktuell? Was braucht tatsächlich ein Update? Und funktioniert danach noch alles so, wie Sie es brauchen?

Sie erreichen mich unter 0151 44985258 oder per E-Mail an hilfe@computerhilfe-charlottenburg.de.

Und falls Ihr Computer heute Abend wieder sagt: „Updates sind verfügbar.“ Müssen Sie nicht begeistert sein. Aber vielleicht klicken Sie diesmal nicht zum 47. Mal auf „Später erinnern“.

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Rufen Sie mich an. Ich komme zu Ihnen nach Hause in Berlin-Charlottenburg und helfe geduldig und in Ihrem Tempo.

Anrufen: 0151 44985258