🔕 Werbung & störende Meldungen

So blockieren Sie störende Pop-ups im Browser

Lachende ältere Frau fegt mit einem Staubwedel bunte Pop-ups vom Bildschirm
In diesem Artikel

Sie möchten eigentlich nur die Nachrichten lesen. Oder Ihre E-Mails öffnen. Und plötzlich schiebt sich ein Fenster über die Seite: „Ihr Computer ist gefährdet!“

Dann erscheint unten rechts noch eine Meldung. Danach öffnet sich ein neuer Tab mit irgendeiner Werbung. Und wenn es besonders gut läuft, blinkt irgendwo noch ein roter Knopf mit: „JETZT SCANNEN!“ Solche Pop-ups können Sie blockieren – wenn Sie wissen, woher sie kommen.

Spätestens dann stellt sich die Frage: Wo kommt dieser ganze Kram eigentlich her?

Die gute Nachricht: In vielen Fällen ist der Computer nicht kaputt und auch nicht automatisch mit einem Virus infiziert. Aber irgendetwas sollten Sie trotzdem tun. Denn Pop-up ist nicht gleich Pop-up. Welche Arten von Werbung und Meldungen es sonst noch gibt, habe ich in meinem Überblick über lästige Werbung und Meldungen zusammengetragen.

Hinter „Pop-ups“ können verschiedene Dinge stecken:

  • Ein zusätzliches Fenster öffnet sich auf einer Webseite.
  • Eine Webseite sendet Benachrichtigungen auf den Bildschirm.
  • Der Browser zeigt plötzlich Werbung oder eine andere Startseite.

Erst einmal: Was genau erscheint da eigentlich?

Der Begriff „Pop-up“ wird für ziemlich unterschiedliche Dinge benutzt. Manchmal öffnet eine Internetseite einfach ein zusätzliches Fenster oder einen neuen Tab.

Manchmal erscheint unten rechts auf dem Bildschirm eine Benachrichtigung. Manchmal sitzt die Werbung mitten auf der Internetseite.

Und manchmal öffnet sich plötzlich Werbung, obwohl Sie gerade überhaupt keine entsprechende Seite angeklickt haben.

Für Sie sieht das alles ähnlich aus. Technisch können dahinter aber völlig unterschiedliche Ursachen stecken.

Deshalb hilft es wenig, einfach irgendwo einen „Pop-up-Blocker“ zu installieren und zu hoffen, dass danach Ruhe ist. Zuerst sollte man herausfinden, welche Art von Werbung da eigentlich auftaucht.

Besonders häufig: Sie haben einer Webseite Benachrichtigungen erlaubt

Das passiert schneller, als man denkt. Sie besuchen eine Webseite. Oben erscheint eine kleine Frage: „Diese Webseite möchte Ihnen Benachrichtigungen senden.“ Daneben stehen zwei Knöpfe. „Zulassen“ und „Blockieren“.

Vielleicht wollten Sie eigentlich nur ein Rezept lesen. Oder einen Download starten. Oder die Meldung sollte einfach verschwinden. Also klicken Sie auf „Zulassen“.

Danach darf diese Webseite Ihnen Meldungen schicken. Auch dann, wenn Sie die Webseite längst geschlossen haben. Das sind häufig diese kleinen Kästen unten rechts auf dem Bildschirm.

Darin steht dann zum Beispiel: „Ihr PC wurde gehackt!“ „5 Viren gefunden!“ „Ihr Virenschutz ist abgelaufen!“

Das wirkt offiziell. Ist es aber häufig überhaupt nicht. Es ist einfach eine Webseite, der irgendwann die Erlaubnis gegeben wurde, Nachrichten anzuzeigen.

Diese Meldungen sollten Sie nicht anklicken

Vor allem nicht, wenn dort angeblich ein Virus gefunden wurde. Eine normale Internetseite kann nicht einfach so Ihren gesamten Computer untersuchen und anschließend feststellen: „Wir haben genau sieben gefährliche Viren gefunden.“

Wenn Sie eine solche Meldung sehen, klicken Sie nicht auf: „Bereinigen“, „Scannen“, „Jetzt schützen“ oder ähnliche Knöpfe. Auch eine Telefonnummer sollten Sie dort nicht anrufen. Ganz besonders gilt das für die angebliche Microsoft-Warnung „Computer gesperrt“, über die ich einen eigenen Artikel geschrieben habe.

Solche Meldungen sollen häufig genau eines erreichen: Sie sollen erschrecken. Denn wer glaubt, dass gerade seine Fotos, sein Online-Banking und der halbe Computer in Gefahr sind, klickt eher auf einen großen roten Knopf.

Wo schaltet man solche Benachrichtigungen ab?

In den meisten Browsern finden Sie irgendwo in den Einstellungen einen Bereich für Webseiten-Berechtigungen oder Benachrichtigungen. Dort steht, welche Internetseiten Ihnen Meldungen schicken dürfen.

Wenn Sie dort Namen sehen, mit denen Sie nichts anfangen können, sollten Sie genauer hinschauen. Besonders verdächtig sind Webseiten, die Sie überhaupt nicht kennen oder deren Namen wie zufällig zusammengewürfelte Buchstaben aussehen.

Solche Berechtigungen kann man entfernen oder blockieren. Danach verschwinden häufig auch die störenden Meldungen unten rechts. Wie Sie diese Meldungen von Internetseiten abschalten, zeige ich Ihnen Schritt für Schritt in einer eigenen Anleitung.

So blockieren Sie Pop-up-Fenster, die sich beim Surfen öffnen

Das sind eher klassische Pop-ups. Sie klicken auf einer Webseite irgendwo hin und plötzlich öffnet sich ein zusätzliches Fenster. Oder ein neuer Tab. Manchmal sogar mehrere hintereinander.

Moderne Browser blockieren viele solcher Fenster bereits automatisch. Aber nicht alle. Bestimmte Webseiten umgehen solche Sperren recht geschickt.

Wenn ständig neue Seiten aufspringen, würde ich deshalb zuerst prüfen: Passiert es nur auf einer bestimmten Webseite? Oder auf vielen verschiedenen Seiten? Das ist ein wichtiger Unterschied.

Wenn es nur auf einer dubiosen Webseite passiert, liegt das Problem wahrscheinlich bei dieser Webseite. Wenn es überall passiert, sollte man sich den Browser genauer ansehen. Woran es liegt, wenn Ihr Browser automatisch neue Tabs öffnet, erkläre ich ausführlich in einem eigenen Artikel.

Wenn plötzlich überall Werbung auftaucht

Dann kommen noch andere Ursachen infrage. Zum Beispiel eine Erweiterung im Browser.

Browser-Erweiterungen sind kleine Zusatzprogramme. Ein Werbeblocker ist beispielsweise eine Erweiterung. Ein Übersetzungsprogramm kann eine sein. Ein Programm zum Speichern von Passwörtern ebenfalls.

Das Problem: Nicht jede Erweiterung ist harmlos. Manchmal wird irgendeine Erweiterung installiert, weil sie angeblich Gutscheine findet, PDFs öffnet oder den Browser schneller macht.

Im Bild erklärt

Wenn Werbung auf vielen Seiten auftaucht

Eine Browser-Erweiterung kann die Ursache sein – auch wenn die Werbung wie Teil der Webseite wirkt.

Browser
Ihre normale Internetseite
Werbung erscheint plötzlich überall
?Erweiterungen ansehen

Neue Zusatzprogramme im Browser können Werbung einblenden oder die Suchseite verändern.

Erweiterungen nicht wahllos löschen: erst Namen, Herkunft und Zweck prüfen.

Später blendet sie Werbung ein. Oder verändert die Suchmaschine. Oder öffnet Seiten, die niemand sehen wollte.

Wenn ein Browser sich plötzlich deutlich anders verhält als früher, lohnt sich deshalb ein Blick auf die installierten Erweiterungen.

Und hier gilt eine einfache Regel: Wenn Sie nicht wissen, was eine Erweiterung macht, löschen Sie sie nicht blind. Aber schauen Sie nach, woher sie kommt und ob sie tatsächlich gebraucht wird.

„Meine Startseite sieht plötzlich ganz anders aus“

Auch das höre ich öfter. Sie starten den Browser und statt Google erscheint plötzlich eine völlig andere Suchseite. Oder Ihre Suchanfragen landen auf einer Seite, die Sie noch nie gesehen haben. Oder oben im Browser befindet sich plötzlich eine neue Leiste.

Das ist nicht unbedingt ein Pop-up-Problem. Es kann aber damit zusammenhängen. Manche Programme verändern beim Installieren Einstellungen im Browser. Andere schleusen Erweiterungen ein.

Deshalb reicht es manchmal nicht, nur die Werbung wegzuklicken. Man muss die Ursache entfernen. Sonst kommt sie immer wieder zurück.

Brauche ich deshalb einen Werbeblocker?

Ein Werbeblocker kann durchaus angenehm sein. Vor allem auf Webseiten, die mit Werbung regelrecht überladen sind. Er löst aber nicht jedes Problem.

Wenn eine Webseite Ihnen Benachrichtigungen schicken darf, kann das weiterhin passieren.

Wenn eine unerwünschte Erweiterung installiert wurde, bleibt sie installiert. Und wenn irgendein Programm auf Ihrem Computer Werbung verursacht, hilft ein einfacher Werbeblocker möglicherweise ebenfalls nicht.

Deshalb sollte ein Werbeblocker nicht die erste Antwort auf jedes nervige Fenster sein. Er ist eher eine zusätzliche Maßnahme.

Praxis-Check

Was ein Werbeblocker nicht löst

  • Webseiten-BenachrichtigungenEine erteilte Erlaubnis bleibt zunächst bestehen.
  • Browser-ErweiterungenUnerwünschte Erweiterungen müssen gesondert geprüft werden.
  • Programme auf dem ComputerAuch sie können Werbung verursachen.

Vorsicht bei „kostenlosen PC-Reinigern“

Hier beginnt manchmal die nächste Runde. Jemand ist genervt von Werbung. Er sucht bei Google nach: „Pop-ups entfernen“.

Dann erscheint eine Anzeige für irgendein Programm. „PC Cleaner 2026“, „Super Security Pro“, „Browser Repair“ oder etwas Ähnliches.

Das Programm verspricht: „Wir finden 2.763 Probleme auf Ihrem PC.“ Das wirkt beeindruckend. Vor allem bei einem Computer, der vorher scheinbar nur ein kleines Werbeproblem hatte.

Von solchen Programmen halte ich meistens Abstand. Windows bringt bereits viele eigene Sicherheitsfunktionen mit. Zusätzliche Programme sind nicht automatisch besser. Manche verursachen sogar neue Probleme.

Mein Browser sagt wirklich, dass eine Seite gefährlich ist. Was dann?

Das ist etwas anderes. Browser wie Chrome, Edge oder Firefox können tatsächlich vor bekannten gefährlichen Webseiten warnen.

Solche Warnungen sehen meist deutlich anders aus als eine blinkende Werbeanzeige. Der Browser zeigt dann beispielsweise an, dass eine Webseite möglicherweise schädlich oder betrügerisch ist.

Eine solche Warnung sollten Sie ernst nehmen. Gehen Sie zurück. Versuchen Sie nicht, die Warnung irgendwie zu umgehen, nur weil Sie eigentlich unbedingt auf die Seite möchten.

So blockieren Sie Pop-ups auf dem Handy

Auch auf dem Handy springen beim Surfen manchmal Fenster auf, die sich nicht schließen lassen oder einen Gewinn versprechen. Meist stecken dieselben Gründe dahinter wie am Computer: Werbung auf einer Seite oder eine Erlaubnis für Benachrichtigungen, die man einmal erteilt hat.

Schließen Sie den Reiter im Browser des Handys, statt auf etwas in der Seite zu tippen. Bei Android-Handys finden Sie in Chrome unter Einstellungen › Website-Einstellungen › Benachrichtigungen die Liste der Seiten, die Ihnen schreiben dürfen. Beim iPhone lassen sich Mitteilungen von Webseiten in den Einstellungen unter „Mitteilungen“ abschalten.

Und wie am Computer gilt: Kein Pop-up, das einen Virus meldet oder zu einem Anruf auffordert, ist echt. Wie Sie eine Meldung prüfen, bevor Sie tippen oder klicken, zeige ich in Lektion 5 meines Videokurs „Computer verstehen“.

Und wie am Computer hilft es, auf Seiten mit sehr viel Werbung nicht länger als nötig zu bleiben. Seriöse Seiten kommen meist mit weniger aus.

Und wenn ich gar nicht weiß, was davon bei mir passiert?

Dann machen Sie am besten erst einmal nichts Dramatisches.

  • Schließen Sie die verdächtige Seite.
  • Klicken Sie nicht auf große Warnmeldungen.
  • Rufen Sie keine Telefonnummer an, die angeblich vom „Microsoft Support“ oder einem Virenschutzprogramm eingeblendet wird.
  • Installieren Sie nicht sofort irgendein Programm, das Ihnen die Seite empfiehlt.

Wenn möglich, machen Sie ein Foto oder einen Screenshot von der Meldung. Das ist häufig viel hilfreicher als die Beschreibung: „Da kommt immer so ein Ding.“ Wie Sie ein Bildschirmfoto am Computer aufnehmen, ohne Kamera und ohne Spiegelung, zeige ich Ihnen in einem eigenen Artikel.

Denn anhand der Meldung lässt sich oft schon erkennen, ob wir es mit Browser-Benachrichtigungen, Werbung, einer Erweiterung oder tatsächlich mit etwas Verdächtigem zu tun haben.

Man muss nicht gleich den ganzen Computer zurücksetzen

Auch das ist wichtig. Wenn Werbung auftaucht, denken manche sofort: „Jetzt ist alles verseucht.“ Dann wird überlegt, Windows neu zu installieren. Oder sämtliche Programme zu löschen. Oder einen neuen Computer zu kaufen.

In sehr vielen Fällen ist das vollkommen unnötig. Oft reicht es, eine falsche Berechtigung zu entfernen. Eine Erweiterung zu löschen. Eine veränderte Browser-Einstellung zurückzusetzen. Oder ein unerwünschtes Programm zu entfernen.

Entscheidend ist, die Ursache zu finden, statt einfach alles plattzumachen. So gehe ich auch bei meinen Hausbesuchen vor, wenn ich herausfinde, was sich am Computer verändert hat.

Störende Werbung und Pop-ups in Charlottenburg entfernen lassen

Wenn Ihr Browser ständig Werbung zeigt, neue Seiten öffnet oder Ihnen merkwürdige Warnungen präsentiert, schaue ich mir das bei Ihnen vor Ort an.

Dabei prüfe ich nicht nur, wie man das aktuelle Fenster loswird. Ich schaue auch, warum es überhaupt erscheint. Denn ein Pop-up wegzuklicken ist einfach. Interessanter ist die Frage, warum morgen nicht schon das nächste auftaucht.

Ich helfe Ihnen zu Hause in Berlin-Charlottenburg bei Problemen mit Browsern, Werbung, Benachrichtigungen und unerwünschten Programmen.

Sie erreichen mich unter 0151 44985258 oder per E-Mail an hilfe@computerhilfe-charlottenburg.de.

Und falls gerade wieder ein großes rotes Fenster behauptet, dass sieben Viren gefunden wurden: Bitte nicht auf „JETZT REPARIEREN“ klicken. Das Fenster hat meistens deutlich mehr Angst um Ihr Geld als um Ihren Computer.

Lieber persönlich erklärt bekommen?

Rufen Sie mich an. Ich komme zu Ihnen nach Hause in Berlin-Charlottenburg und helfe geduldig und in Ihrem Tempo.

Anrufen: 0151 44985258