Jede Woche zeige ich Ihnen neue Betrugsmaschen im Internet – und wie Sie sich davor schützen können.
29. September bis 5. Oktober 2026 · Von Emilian Buza
Guten Tag,
stellen Sie sich vor, auf Ihrem Handy ruft jemand per Video an und behauptet, Ihre Bank und die Polizei müssten dringend Ihr Geld schützen. Genau mit einer solchen Geschichte brachten Betrüger eine Seniorin aus Hessen um eine hohe Summe.
Ich bin Emilian Buza von Computerhilfe Charlottenburg. Ich zeige Ihnen, welche Betrugsfälle in dieser Woche gemeldet wurden, woran Sie die Tricks erkennen und wie Sie sich schützen. Sie brauchen dafür keine technischen Vorkenntnisse.

Falsche Bank und falsche Polizei melden sich per Telegram
Eine Seniorin aus Borken in Hessen erhielt laut Polizei mehrere Videoanrufe über Telegram. Zwei Männer gaben sich als Bankmitarbeiter und Polizist aus. Sie behaupteten, in ihrem Namen sei ein Kredit aufgenommen worden. Schließlich brachte die erfundene Geschichte die Frau dazu, mehrere Zehntausend Euro abzuheben und an einen Unbekannten zu übergeben.
Ganz gleich, ob jemand anruft, schreibt oder per Video erscheint: Beenden Sie das Gespräch und rufen Sie Ihre Bank selbst unter der bekannten Nummer an. Polizei und Banken lassen keine Ersparnisse an der Haustür abholen.
Auch diese Betrugsmaschen sollten Sie kennen
Plötzlich schwarzer Bildschirm: angeblicher Microsoft-Support
Ein 82-jähriger Mann aus Plettenberg sah eine Störmeldung auf seinem Computer. Er rief die eingeblendete angebliche Microsoft-Hotline an. Der Gesprächspartner ließ ihn eine Fernzugriffssoftware installieren und fragte seine Bankdaten ab. Laut Polizei folgten sieben Abbuchungen und Überweisungen.
Rufen Sie keine Telefonnummer an, die unerwartet in einer Computer-Warnung erscheint. Lassen Sie fremde Anrufer nicht auf Ihren Computer zugreifen.
Falsche Sicherheitsabteilung: Ersparnisse per Echtzeitüberweisung weg
In Kassel und Umgebung meldete die Polizei mehrere Fälle. Betrüger gaben sich als Mitarbeiter der Hausbank aus, behaupteten, Konten seien gefährdet, und brachten Senioren dazu, Überweisungen freizugeben. Insgesamt ging es um mehrere Zehntausend Euro.
Bestätigen Sie niemals eine Überweisung oder eine TAN, nur weil ein Anrufer vorgibt, dadurch Ihr Konto zu schützen.
Bankkarte samt PIN ausgehändigt
Die Polizei Northeim berichtete über mehrere Betrugsversuche. In zwei Fällen entstanden jeweils Schäden im unteren vierstelligen Bereich. Unter dem Vorwand einer Kartenprüfung ließen sich falsche Bankmitarbeiter eine Bankkarte samt PIN geben.
Ihre Bank braucht Ihre PIN nicht. Geben Sie weder Ihre Karte noch Ihren Geheimcode an vermeintliche Mitarbeiter heraus.
„Ihre Tochter hatte einen Unfall“
Eine 88-jährige Frau aus Selm erhielt am 30. September einen Anruf. Die Täter behaupteten, ihre Tochter habe einen Unfall verursacht und benötige eine Kaution. Kurz darauf holten Unbekannte Bargeld und Schmuck im niedrigen fünfstelligen Wert ab.
Niemand von Polizei oder Justiz fordert telefonisch eine Kaution, um einen Angehörigen vor einer Haftstrafe zu bewahren. Rufen Sie Ihre Angehörigen unter der bekannten Nummer an.

Eine Bankangestellte verhindert 180.000-Euro-Betrug
In Dermbach behaupteten Betrüger am Telefon, der Sohn einer Seniorin benötige dringend 180.000 Euro für eine medizinische Behandlung. Als die Frau bei ihrer Bank eine große Abhebung vorbereiten wollte, wurde eine Bankmitarbeiterin misstrauisch. Sie kontaktierte den Sohn. Der erkannte die Lüge und schaltete die Polizei ein. Es entstand kein finanzieller Schaden.
Die Rückruf-Regel
Behauptet jemand, Ihre Bank, die Polizei oder ein Computer-Support zu sein, und verlangt Geld, Zugangsdaten oder eine Freigabe? Beenden Sie das Gespräch. Suchen Sie die Telefonnummer selbst heraus und rufen Sie dort an. Nutzen Sie dafür niemals die Nummer aus der verdächtigen Nachricht.
Was Sie jetzt tun sollten
Haben Sie Geld überwiesen, eine TAN bestätigt oder Fremden Zugriff auf Ihren Computer gewährt? Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank über eine offizielle Telefonnummer. Lassen Sie betroffene Zugänge sperren. Trennen Sie bei unerlaubtem Fernzugriff den Computer vom Internet, sichern Sie Beweise und verständigen Sie die Polizei.
Bleiben Sie vorsichtig – und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
Die Betrüger nutzen oft ganz normale Situationen: einen Computerfehler, eine Banknachricht oder die Sorge um die Familie. Sie müssen deshalb nicht jede technische Einzelheit verstehen. Wichtig ist, dass Sie sich Zeit nehmen dürfen.
Wenn Sie jemanden kennen, dem diese Warnungen helfen könnten, zeigen Sie ihm diesen Beitrag gern.
Bis bald!
Ihr Emilian Buza
Computerhilfe Charlottenburg
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Telefon: 0151 44985258
Jede Woche per E-Mail: „Vorsicht, Betrug!“
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