Jede Woche zeige ich Ihnen aktuelle Betrugsmaschen im Internet – und wie Sie sich davor schützen können.
6.–12. Oktober 2026 · Von Emilian Buza
Guten Tag,
in dieser Woche haben Betrüger wieder versucht, mit falschen Viruswarnungen und angeblichen Bankanrufen an Geld zu kommen. Besonders ärgerlich: Die Täter nutzen genau die Unsicherheit aus, die eine unerwartete Meldung am Computer oder auf dem Handy auslösen kann.
Ich bin Emilian Buza von Computerhilfe Charlottenburg. Ich zeige Ihnen diesmal, welche Fälle in der Woche vom 6. bis zum 12. Oktober bekannt geworden sind und welche einfachen Regeln Sie schützen können.

Symbolbild: Betrügerische Viruswarnung mit angeblicher Hilfe-Hotline.
Falsche Virenwarnung: Eine 71-Jährige soll eine Hotline anrufen
Am 10. Oktober erschien auf dem Computer einer 71-Jährigen in Lienen eine angebliche Virenwarnung mit Telefonnummer. Die Polizei Steinfurt berichtete am 12. Oktober über den Betrugsfall. Solche Warnfenster versuchen, Menschen zum Anruf bei einem vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter zu bewegen.
Rufen Sie keine Telefonnummer aus einem unerwarteten Warnfenster an. Schließen Sie den Browser, wenn möglich, ohne etwas einzugeben.
Quelle: Polizei Steinfurt, 12.10.2026
„Sonst wird Ihr Konto gesperrt“ – Betrug mit der Banking-App
In Steinfurt brachte ein falscher Bankmitarbeiter einen 74-Jährigen dazu, über seine Banking-App eine Überweisung zu bestätigen. Als Druckmittel drohte der Täter mit einer Kontosperre. Der Vorfall ereignete sich am 7. Oktober und wurde am 9. Oktober veröffentlicht.
Geben Sie keine Zahlung frei, die ein überraschender Anrufer von Ihnen verlangt – auch nicht zur angeblichen Kontosicherung.
Quelle: Polizei Steinfurt, 09.10.2026
Falsche Bankmitarbeiter erbeuten Geld von Senioren
Die Polizei Nordhessen warnte am 5. Oktober vor mehreren Fällen, in denen Betrüger Senioren zu Echtzeitüberweisungen überredet hatten. Am 8. Oktober wurde außerdem ein Fall aus Emsdetten gemeldet, bei dem Kriminelle über einen falschen Bankanruf einen fünfstelligen Betrag erbeuteten.
Beenden Sie den Anruf. Wählen Sie die offizielle Nummer Ihrer Bank selbst – nicht über die Rückruftaste.
Quelle: Polizei Steinfurt, 08.10.2026
Angebliche Notfälle in der Familie: mehrere Betrugsversuche
Im Kreis Steinfurt meldete die Polizei am 8. Oktober mehrere versuchte Schockanrufe. In den Geschichten ging es unter anderem um angebliche Verkehrsunfälle von Tochter oder Sohn. Die Täter wollten Geld durch Angst und Zeitdruck erlangen.
Legen Sie auf und erreichen Sie Ihre Angehörigen über eine schon vorher bekannte Rufnummer.
Quelle: Polizei Steinfurt, 08.10.2026
Anlageversprechen über WhatsApp: 29.000 Euro verloren
Die Polizei Erfurt berichtete am 12. Oktober über eine Frau, die über WhatsApp mit vermeintlichen Anlageberatern in Kontakt gekommen war. Für die angebliche Geldanlage wurde ein Konto auf ihren Namen eingerichtet; sie überwies rund 29.000 Euro. Eine versprochene Auszahlung blieb aus.
Investieren Sie niemals nur auf Empfehlung unbekannter Chatkontakte. Prüfen Sie Anbieter vor einer Überweisung unabhängig.

Symbolbild: Schützen Sie Ihre Zugangsdaten und Freigaben beim Online-Banking.
Eine Bankmitarbeiterin verhindert Betrug
Am 12. Oktober berichtete die Polizei Ravensburg über eine 78-jährige Frau aus Sigmaringen. Unbekannte hatten ihr ein angebliches Kryptoguthaben von 150.000 Euro versprochen und verlangten Geld, damit sie es ausgezahlt bekäme. Eine aufmerksame Bankmitarbeiterin erkannte den Betrugsversuch und schritt ein.
Das zeigt: Es ist sinnvoll, über ungewöhnliche Zahlungsforderungen mit einer vertrauten Person zu sprechen.
Nur selbst gewählte Wege sind sicher
Ob Warnfenster, SMS, E-Mail oder Anruf: Öffnen Sie die Bank-App selbst, geben Sie die Adresse des Anbieters selbst ein oder wählen Sie eine Ihnen bekannte Telefonnummer. Nutzen Sie nicht den Link und nicht die Telefonnummer aus einer überraschenden Nachricht.
Auch Watchlist Internet erinnerte am 9. Oktober daran: Niemals klicken – immer selbst einloggen.
Was Sie jetzt tun sollten
Haben Sie eine Überweisung freigegeben, Bankdaten preisgegeben oder jemandem Zugriff auf Ihren Computer gegeben? Kontaktieren Sie unverzüglich Ihre Bank über die offizielle Rufnummer. Lassen Sie nötige Zugänge sperren, ändern Sie Ihre Passwörter von einem sicheren Gerät aus und sichern Sie Nachrichten sowie Zahlungsbelege für die Polizei.
Bleiben Sie aufmerksam – und nutzen Sie das Internet weiter mit Freude.
Sie müssen nicht jeden Betrugstrick auswendig kennen. Es reicht oft schon, bei unerwartetem Zeitdruck kurz aufzuhören und selbst nachzufragen.
Wenn Sie jemanden kennen, dem diese Warnungen helfen könnten, geben Sie den Beitrag gerne weiter.
Bis zur nächsten Ausgabe!
Ihr Emilian Buza
Computerhilfe Charlottenburg
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