Jede Woche zeige ich Ihnen neue Betrugsmaschen im Internet – und wie Sie sich davor schützen können.
15. bis 21. September 2026 · Von Emilian Buza
Guten Tag,
eine Nachricht von der Tochter, ein Anruf der Bank oder ein angeblich lukratives Geldgeschäft: Viele Betrugsversuche beginnen ganz alltäglich. In dieser Woche zeigen Polizeimeldungen aus Deutschland, wie viel Geld durch solche Tricks verloren gehen kann.
Ich bin Emilian Buza von Computerhilfe Charlottenburg und habe die wichtigsten Fälle für Sie zusammengestellt. Besonders wichtig ist mir, Ihnen zu zeigen, woran Sie eine Falle erkennen und was Sie selbst tun können.

Symbolbild: Eine unerwartete Nachricht kann auch dann gefährlich sein, wenn sie freundlich aussieht.
„Ich habe eine neue Nummer“ – die WhatsApp-Falle
Eine 75-jährige Frau aus Holzwickede glaubte, ihre Tochter schreibe ihr über WhatsApp von einer neuen Handynummer. Die angebliche Tochter bat schließlich um Geld. Die Frau überwies mehrere Tausend Euro. Erst danach rief sie die echte Tochter unter deren alter Nummer an. Die Polizei veröffentlichte die Meldung am 15. September 2026.
Geben Sie bei einer solchen Nachricht niemals sofort Geld frei. Rufen Sie Ihre Angehörigen unter der Ihnen bereits bekannten Telefonnummer an.
Quelle: Polizei Unna, 15.09.2026
Diese Betrugsmaschen sollten Sie kennen
70.000 Euro auf vermeintlicher Trading-Plattform
Ein 65-Jähriger aus Greiz fand bei einer Internetrecherche ein angebliches Anlageangebot. Über mehrere Monate überwies er insgesamt etwa 70.000 Euro. Per WhatsApp erhielt er scheinbare Kontostände. Kleine Rückzahlungen sollten Vertrauen schaffen. Als die Betreiber immer mehr persönliche Daten verlangten, verständigte er die Polizei.
Trauen Sie keinen angeblichen Gewinnen, die nur innerhalb einer Internetplattform angezeigt werden. Prüfen Sie den Anbieter unabhängig, bevor Sie Geld überweisen.
Der falsche Bankmitarbeiter will Ihr Geld „retten“
Ein 82-Jähriger aus Heiligenhaus bekam am Abend des 19. September einen Anruf eines angeblichen Bankmitarbeiters. Sein Konto sei in Gefahr, deshalb müsse er das Geld auf ein Treuhandkonto verschieben. Er überwies eine mittlere fünfstellige Summe. Die Polizei berichtete am 21. September darüber.
Eine echte Bank verlangt am Telefon keine Überweisungen auf ein angeblich sicheres Treuhandkonto. Legen Sie auf und rufen Sie selbst bei Ihrer Bank an.
Quelle: Polizei Mettmann, 21.09.2026
Falsche Polizeibeamte wollen Ihre Wertsachen
In Konstanz übergab ein Senior am 16. September einem Unbekannten Geld und Wertgegenstände. Die Anrufer hatten behauptet, in der Nachbarschaft seien Einbrecher unterwegs und die Polizei müsse sein Vermögen vorsorglich sichern. Die Polizei berichtete am 17. September.
Polizei und Justiz verwahren Ihre Ersparnisse nicht vorsorglich bei einem angeblichen Abholer. Beenden Sie solche Gespräche.

Symbolbild: Selbst ein seriös klingender Anruf ist kein Identitätsnachweis.
Polizei gibt Senior sein Geld zurück
In Köln erwischten Polizisten am 18. September zwei mutmaßliche falsche Bankmitarbeiter. Sie fanden die Bankkarte eines 79-Jährigen und mehrere Tausend Euro Bargeld. Die Beamten stellten das Geld sicher und gaben es dem Senior zurück. Bekannt wurde der Fall durch die Polizeimeldung vom 21. September. Zur Originalmeldung der Polizei Köln.
Beweisen Sie die Identität – nicht der Anrufer
Wenn jemand behauptet, Ihre Tochter, Ihre Bank oder die Polizei zu sein, dürfen Sie das Gespräch sofort beenden. Rufen Sie selbst bei einer Nummer an, die Sie bereits kennen oder auf der offiziellen Website gefunden haben. Das ist sicherer als jede Behauptung am Telefon.
Schnell handeln hilft
Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank über die offizielle Telefonnummer, falls Sie Geld überwiesen oder Kontodaten weitergegeben haben. Lassen Sie gegebenenfalls Karten und Zugänge sperren. Heben Sie Nachrichten und Zahlungsbelege auf und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Sie müssen nicht sofort reagieren
Ein Betrüger möchte, dass Sie unter Druck handeln. Nehmen Sie sich Zeit. Fragen Sie nach. Reden Sie mit jemandem, dem Sie vertrauen. Genau das macht es den Tätern schwer.
Bis zur nächsten Woche!
Ihr Emilian Buza
Computerhilfe Charlottenburg
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