Jede Woche zeige ich Ihnen neue Betrugsmaschen im Internet – und wie Sie sich davor schützen können.
8. bis 14. September 2026 · Von Emilian Buza
Guten Tag,
„Wir haben verdächtige Abbuchungen auf Ihrem Konto entdeckt.“ So begann ein Betrugsfall, über den die Polizei in dieser Woche berichtet hat. Der Anrufer klang wie jemand, der helfen möchte. Tatsächlich wollte er an das Geld eines 82-jährigen Mannes.
Ich bin Emilian Buza von Computerhilfe Charlottenburg. Ich zeige Ihnen, welche Warnungen zwischen dem 8. und 14. September veröffentlicht wurden und was Sie daraus für den sicheren Umgang mit Ihrem Computer und Handy lernen können.

Symbolbild: Auch vermeintlich hilfreiche Anrufe eines Versandhändlers können Betrugsversuche sein.
82-Jähriger vertraut falschem Versandhändler – Tausende Euro weg
Ein 82-jähriger Mann aus Erkrath wurde am 9. September angerufen. Der Anrufer gab vor, für einen Online-Versandhändler zu arbeiten. Auf seinem Konto habe es verdächtige Abbuchungen gegeben. Um ihm zu helfen, benötige der Mitarbeiter die Zugangsdaten. Der Senior gab die Daten weiter. Kurz darauf wurden mehrere Tausend Euro von seinem Konto abgebucht.
Quelle: Polizei Mettmann, 10.09.2026
Diese Tricks sollten Sie kennen
Falscher Microsoft-Mitarbeiter bekommt Zugriff auf den Computer
Ein 77-jähriger Mann aus Kranenburg sah plötzlich Fenster mit verstörenden Inhalten und anschließend eine angebliche Windows-Warnung mit Telefonnummer. Er rief an. Der Unbekannte bekam Fernzugriff und gelangte auch an sein Online-Konto. Ein niedriger vierstelliger Betrag wurde unrechtmäßig abgebucht.
Quelle: Polizei Kleve, 10.09.2026
Gefälschte Geldanlagen: Seniorin verliert über 80.000 Euro
Die Polizei Neubrandenburg berichtete am 14. September über eine 83-jährige Frau aus Greifswald. Sie hatte im Internet Werbung für eine vermeintlich lukrative Geldanlage entdeckt. Angebliche Finanzberater brachten sie dazu, wiederholt Geld für vermeintliche Kryptowährungsanlagen zu überweisen. Nach Polizeiangaben entstand ein Schaden von rund 80.000 Euro.
Schockanruf: Schmuck im Wert von rund 100.000 Euro übergeben
Eine Seniorin aus Wörth am Rhein erhielt am 11. September einen Anruf. Ein angeblicher Krankenhausarzt erklärte, ihr Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und müsse ohne Kaution ins Gefängnis. Die Frau übergab noch am Abend Schmuck im Wert von rund 100.000 Euro an einen Abholer.
Quelle: Polizei Rheinpfalz, 14.09.2026
Angeblicher Polizist lässt sich ein ganzes Vermögen aushändigen
In Salzgitter erzählte ein falscher Polizeibeamter einer Seniorin am Telefon, eine Täterbande kenne ihr Vermögen. Zur Sicherheit müsse sie alle Wertsachen übergeben. Die Frau vertraute dem Anrufer und übergab ihr Vermögen an einen Fremden. Laut Polizei entstand ein sechsstelliger Schaden.
Quelle: Polizei Salzgitter, 11.09.2026

Symbolbild: Eine Virenwarnung mit Telefonnummer ist kein Grund, fremden Personen Zugriff zu gewähren.
Senior erkennt falschen Support noch rechtzeitig
Ein Mann aus Unlingen rief nach einer Computerstörung eine eingeblendete Telefonnummer an und erlaubte einem angeblichen Softwaremitarbeiter zunächst den Fernzugriff. Als dieser auch Zugang zum Online-Banking verlangte, wurde der Senior misstrauisch und brach den Kontakt ab. Es kam zu keiner Zahlung. Polizei Ulm, 09.09.2026.
„Wir helfen Ihnen“ ist kein Beweis
Wenn Sie unerwartet von Ihrer Bank, einem Versandhändler oder einem Computer-Support angerufen werden, sollten Sie keine Zugangsdaten nennen und keine Software installieren. Beenden Sie das Gespräch. Öffnen Sie die offizielle Website selbst und nehmen Sie von dort Kontakt auf.
Das können Sie sofort tun
Haben Sie Passwörter preisgegeben, ändern Sie diese von einem vertrauenswürdigen Gerät aus und informieren Sie den betroffenen Anbieter. Bei Bankdaten oder Zahlungen rufen Sie unverzüglich Ihre Bank an und lassen gegebenenfalls den Zugang sperren. Hatte jemand Fernzugriff auf Ihren Computer, trennen Sie dessen Internetverbindung und lassen Sie ihn fachkundig prüfen. Sichern Sie Belege und erstatten Sie Anzeige.
Eine Rückfrage ist immer erlaubt
Seriöse Unternehmen respektieren es, wenn Sie eine Nachricht prüfen möchten. Sie müssen sich nicht am Telefon zu einer sofortigen Entscheidung drängen lassen. Bleiben Sie neugierig im Internet – und prüfen Sie überraschende Forderungen lieber einmal mehr.
Bis bald!
Ihr Emilian Buza
Computerhilfe Charlottenburg
Unsicher wegen einer Warnung? Computerhilfe ansehen
Jede Woche per E-Mail: „Vorsicht, Betrug!“
Einmal pro Woche schicke ich Ihnen die neuen Betrugsmaschen der Woche, verständlich erklärt und mit einem Tipp, den Sie sofort anwenden können. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
