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Google oder Google Chrome? Ich erkläre Ihnen den Unterschied

Durch ein dunkles Fenster sieht man Hochhäuser unter einem bewölkten Himmel
In diesem Artikel

„Ich gehe ins Google“, sagt Herr Weber, als ich ihn frage, wie er ins Internet kommt. Er klickt unten auf das bunte Symbol, und tatsächlich erscheint die Seite von Google. Von dort aus tippt er alles ein: den Namen seiner Zeitung, die Adresse der Krankenkasse, sogar „Wetter“. Dass es zwischen Google und Google Chrome einen Unterschied gibt, ist ihm nie aufgefallen.

So machen es viele. Und meistens klappt es auch. Aber hin und wieder landet Herr Weber auf einer Seite, die so aussieht wie seine Bank, es aber nicht ist. Oder er findet die Seite seiner Zeitung nicht mehr, weil sie in den Suchergebnissen plötzlich weiter unten steht.

Der Grund ist ein kleines Missverständnis, das sehr verbreitet ist: Google ist nicht das Internet, und Google ist auch nicht das Programm, mit dem man ins Internet geht.

Hier erkläre ich den Unterschied zwischen Browser und Suchmaschine, warum er wichtig ist und wie Sie mit diesem Wissen sicherer und schneller ans Ziel kommen. Und wenn Sie danach noch mehr Grundbegriffe klären möchten, schauen Sie in meine Erklärungen zu den Grundbegriffen am Computer.

Der Unterschied in drei Sätzen:

  • Der Browser ist das Programm, mit dem Sie ins Internet gehen.
  • Google ist eine Seite darin, die beim Suchen hilft.
  • Bekannte Seiten öffnen Sie besser direkt über die Adresse oder ein Lesezeichen.

Der Browser ist das Fenster, Google ist ein Haus dahinter

Stellen Sie sich das Internet wie eine riesige Stadt vor. Der Browser ist Ihr Fenster, durch das Sie auf die Stadt schauen. Er ist ein Programm auf Ihrem Computer, zum Beispiel Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Google ist dagegen ein Haus in dieser Stadt, nämlich eine bestimmte Internetseite. Sie hilft, andere Häuser zu finden, ähnlich wie ein Auskunftsschalter. Eine solche Seite nennt man Suchmaschine.

Man kann also mit dem Browser zu Google gehen, um etwas zu suchen. Man muss aber nicht. Wenn Sie die Adresse eines Hauses kennen, können Sie auch direkt hinfahren. Wie der Browser selbst funktioniert, erkläre ich Ihnen dort, wo es darum geht, was genau ein Browser ist.

Warum Sie Google und Google Chrome so leicht verwechseln

Dass so viele Menschen Browser und Google verwechseln, ist kein Wunder. Bei vielen Computern öffnet sich beim Start des Browsers sofort die Seite von Google oder von Bing, der Suchmaschine von Microsoft. Man sieht also gar nichts anderes als das Suchfeld.

Dazu kommt, dass einer der bekanntesten Browser Google Chrome heißt. Wer auf das bunte Chrome-Symbol klickt, öffnet einen Browser der Firma Google. Und darin erscheint dann die Suchmaschine Google. Zwei verschiedene Dinge mit fast demselben Namen.

Und schließlich gibt es noch das Suchfeld unten in der Taskleiste von Windows. Es sieht aus wie eine Suchmaschine, sucht aber zuerst auf Ihrem Computer nach Programmen, Einstellungen und Dateien. Erst wenn Sie weiterklicken, schickt es Ihre Suche ins Internet, meist an Bing. Auch das ist ein Grund, warum vieles so ähnlich wirkt und doch etwas anderes ist. Falls sich bei Ihnen die Taskleiste oder das Startmenü plötzlich verändert hat, erkläre ich Ihnen, warum Windows plötzlich anders aussieht.

Auch das Suchfeld oben im Browser, die Adresszeile, trägt zur Verwirrung bei. Sie kann nämlich beides: eine Adresse öffnen und eine Suche starten. Dazu gleich mehr.

So erkennen Sie, was was ist

Ein paar einfache Merkmale helfen beim Unterscheiden:

  • Der Browser ist das ganze Fenster mit den Reitern oben, der Adresszeile, den Pfeilen zum Vor- und Zurückblättern und dem Kreuz zum Schließen.
  • Die Suchmaschine ist eine Seite innerhalb dieses Fensters, mit einem großen Suchfeld in der Mitte und einem Logo darüber.
  • Der Browser bleibt gleich, egal welche Seite Sie besuchen. Die Seite darin wechselt.
  • Den Browser starten Sie über ein Symbol in der Taskleiste. Eine Suchmaschine öffnen Sie im Browser.

Wenn Sie diese Unterscheidung einmal sehen, werden viele Anleitungen verständlicher. „Öffnen Sie den Browser“ heißt: das Programm starten. „Suchen Sie bei Google“ heißt: im Browser die Seite von Google benutzen.

Eine Lupe liegt auf einer alten Weltkarte
Foto: Monstera Production / Pexels

Die Adresszeile: zwei Wege in einem Feld

Ganz oben im Browser gibt es ein langes Feld, die Adresszeile. Hier steht immer die Adresse der Seite, die Sie gerade sehen. Und hier können Sie selbst etwas eintippen, das auf zwei Arten verstanden wird.

Tippen Sie eine vollständige Adresse ein, etwa „berlin.de“ oder „tagesspiegel.de“, und drücken Sie die Eingabetaste, öffnet der Browser genau diese Seite. Ohne Umweg, ohne Suche. Tippen Sie dagegen ein paar Wörter ein, etwa „Wetter Berlin“, gibt der Browser die Wörter an eine Suchmaschine weiter und zeigt die Ergebnisse.

Welche Suchmaschine dabei benutzt wird, hängt vom Browser ab. Edge nimmt meist Bing, Chrome meist Google. Man kann das in den Einstellungen des Browsers ändern.

Im Bild erklärt

Ein Feld, zwei Wege

Was Sie in die Adresszeile tippen, entscheidet, wo Sie landen.

Sie tippen eine Adresse:

berlin.de⏎

berlin.de

Direkt auf der Seite. Kein Umweg, keine Anzeige.

Sie tippen Suchwörter:

bürgeramt charlottenburg⏎

Gesponserttermin-buergeramt-sofort.example

service.berlin.de › Bürgeramt Charlottenburg

berlin.de › Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

Eine Liste. Oben steht oft eine Anzeige.

Vereinfachte Darstellung. Die gelb markierte Anzeige und ihre Adresse sind erfunden.

Direkt zur Adresse: der sicherere Weg

Für Seiten, auf denen es um Geld oder persönliche Daten geht, ist der direkte Weg über die Adresse der sicherere. Ihre Bank, Ihre Krankenkasse, Ihr E-Mail-Anbieter: Tippen Sie die Adresse selbst ein oder öffnen Sie sie über ein Lesezeichen.

Der Grund: Wer über eine Suchmaschine sucht, bekommt ganz oben oft Anzeigen zu sehen. Die meisten sind harmlos. Aber manchmal kaufen Betrüger Anzeigen, die genau so aussehen wie die Seite Ihrer Bank, und führen auf eine Fälschung. Wer die Adresse selbst eintippt, umgeht dieses Risiko.

Wie Sie eine bekannte Adresse direkt öffnen und eine unbekannte Seite über die Suche finden, zeige ich Schritt für Schritt in Lektion 3 meines Videokurses „Computer verstehen“.

Anzeigen in den Suchergebnissen erkennen

Suchmaschinen verdienen ihr Geld mit Anzeigen. Diese stehen meist ganz oben und ganz unten in den Ergebnissen und sehen fast so aus wie normale Treffer. Ein kleines Wort verrät sie: „Gesponsert“, „Anzeige“ oder „Werbung“.

Schauen Sie bei jeder Suche kurz auf dieses Wort. Steht es neben einem Treffer, ist das eine bezahlte Anzeige. Bei harmlosen Dingen wie einem Kochrezept ist das egal. Bei allem, was mit Bank, Behörden oder Passwörtern zu tun hat, scrollen Sie lieber ein Stück nach unten zu den normalen Ergebnissen, oder Sie tippen die Adresse gleich selbst ein.

Welche Werbung harmlos ist und wie Sie betrügerische Werbung erkennen, zeige ich Ihnen in einem eigenen Artikel.

Die Adresse lesen lernen

Wer eine Seite über die Suche öffnet, sollte danach einmal oben in die Adresszeile schauen. Dort steht, auf welcher Seite Sie wirklich sind. Wichtig ist der Teil direkt vor dem ersten einzelnen Schrägstrich, der sogenannte Name der Seite.

Bei „www.berlin.de/buergeramt“ ist das „berlin.de“. Bei einer Fälschung steht dort oft etwas Ähnliches, aber nicht ganz dasselbe, etwa „berlin-de-termin.com“ oder „sparkasse.login-sicher.net“. Der echte Name steht immer direkt vor dem ersten Schrägstrich, nicht irgendwo am Anfang.

Ein kleines Schloss-Symbol vor der Adresse bedeutet übrigens nur, dass die Verbindung verschlüsselt ist. Es sagt nichts darüber, ob die Seite echt ist. Auch Betrüger haben heute Schlösser.

Praxis-Check

Bin ich auf der richtigen Seite?

  • Adresse selbst getippt?Oder über ein Lesezeichen geöffnet? Dann ja.
  • Über die Suche gekommen?Den Namen vor dem ersten Schrägstrich prüfen.
  • „Gesponsert“ daneben?Bei Bank und Behörden lieber weiter unten klicken.

Lesezeichen: die bequemste Abkürzung

Für Seiten, die Sie oft besuchen, gibt es eine noch einfachere Lösung als das Eintippen: Lesezeichen. Ein Lesezeichen speichert die Adresse einer Seite, und mit einem Klick sind Sie wieder dort.

Öffnen Sie die gewünschte Seite einmal über die richtige Adresse. Klicken Sie dann rechts in der Adresszeile auf den kleinen Stern. Das Lesezeichen erscheint danach in der Leiste unter der Adresszeile oder im Menü des Browsers.

Wenn die Leiste mit den Lesezeichen nicht zu sehen ist, lässt sie sich einschalten. In Edge und Chrome geht das mit der Tastenkombination Strg, Umschalt und B. Dann stehen Ihre Lieblingsseiten immer gut sichtbar unter der Adresszeile.

Legen Sie für Bank, E-Mail und Zeitung je ein Lesezeichen an. Dann brauchen Sie für diese Seiten nie wieder eine Suchmaschine.

Ein aufgeschlagenes Buch mit zwei grünen Lesebändchen
Foto: Brett Jordan / Pexels

Muss ich Google benutzen?

Nein. Google ist die bekannteste Suchmaschine, aber nicht die einzige. Bing gehört zu Microsoft und ist in Edge voreingestellt. Daneben gibt es Suchmaschinen, die besonderen Wert auf Datenschutz legen, etwa DuckDuckGo oder Ecosia.

Für die meisten Suchen liefern sie ähnlich gute Ergebnisse. Welche Sie verwenden, ist Geschmackssache. Wichtig ist nur, dass Sie wissen, welche Sie gerade benutzen, und dass sich das nicht ohne Ihr Zutun ändert.

Ändert sich die Suchmaschine plötzlich von selbst, steckt oft ein Programm dahinter, das sich eingeschlichen hat. Was Sie tun können, wenn sich die Startseite im Browser geändert hat, erkläre ich Ihnen in einem eigenen Artikel.

So suchen Sie geschickter

Wenn Sie etwas suchen, dessen Adresse Sie nicht kennen, ist die Suchmaschine genau richtig. Mit ein paar Kniffen finden Sie schneller, was Sie wirklich brauchen:

  • Wenige, genaue Wörter statt ganzer Sätze: „Bürgeramt Charlottenburg Öffnungszeiten“ statt „Wann hat das Bürgeramt bei mir in der Nähe offen?“.
  • Den Ort dazuschreiben, wenn es um etwas in Ihrer Nähe geht.
  • Bei Fehlermeldungen den genauen Wortlaut eintippen, am besten in Anführungszeichen.
  • Bei Gesundheit und Geld auf bekannte Absender achten, etwa Krankenkassen, Verbraucherzentralen oder offizielle Stellen.
  • Nicht nur den ersten Treffer anklicken, sondern kurz die ersten drei, vier Ergebnisse überfliegen.

Rechtschreibfehler sind dagegen kein Problem. Suchmaschinen erkennen meist, was gemeint ist, und schlagen die richtige Schreibweise vor.

Und auf dem Handy?

Auf dem Handy ist es genauso, nur kleiner. Auch dort gibt es einen Browser, beim iPhone heißt er Safari, bei vielen Android-Handys Chrome. Oben oder unten am Bildschirm sitzt die Adresszeile, in die Sie eine Adresse oder Suchwörter tippen können.

Viele Handys haben zusätzlich auf dem Startbildschirm ein Suchfeld, oft von Google. Das ist eine Abkürzung zur Suchmaschine, kein eigener Browser. Für Bank und E-Mail gilt auf dem Handy dieselbe Regel wie am Computer: lieber die App des Anbieters oder ein gespeichertes Lesezeichen als die Suche.

Eine kleine Übung für zwischendurch

Wer den Unterschied einmal selbst ausprobiert, vergisst ihn nicht mehr. So geht es:

  1. Öffnen Sie den Browser über das Symbol in der Taskleiste.
  2. Klicken Sie oben in die Adresszeile, sodass der Text darin markiert ist.
  3. Tippen Sie „berlin.de“ ein und drücken Sie die Eingabetaste. Sie landen direkt auf der Seite der Stadt.
  4. Klicken Sie wieder in die Adresszeile und tippen Sie „Bürgeramt Charlottenburg“ ein. Jetzt erscheinen Suchergebnisse.
  5. Vergleichen Sie: Im ersten Fall stand dort eine Seite, im zweiten eine Liste von Seiten.

Genau das ist der Unterschied zwischen dem direkten Weg und der Suche.

Was ist der Unterschied zwischen Google und Google Chrome?

Google ist eine Suchmaschine. Sie können sie in jedem Browser benutzen, in Edge genauso wie in Firefox oder Safari. Google Chrome dagegen ist ein Browser, also ein Programm auf Ihrem Computer, das zufällig von derselben Firma stammt.

Die Frage „Was ist besser, Google oder Google Chrome?“ stellt sich deshalb so gar nicht. Sie können in Edge mit Google suchen und in Chrome mit einer anderen Suchmaschine. Wenn Sie mit Edge gut zurechtkommen, müssen Sie Chrome also nicht installieren, nur um Google zu benutzen.

Wer Chrome trotzdem möchte, lädt es ausschließlich von der Seite google.com/chrome. Anzeigen, die ein angeblich dringendes „Chrome-Update“ zum Herunterladen anbieten, sind fast immer ein Trick. Chrome aktualisiert sich von selbst.

Wenn Sie unsicher sind, wo Sie gelandet sind

Wenn eine Seite seltsam aussieht, nach Daten fragt, die sie nicht braucht, oder Sie unter Druck setzt, schließen Sie den Reiter. Öffnen Sie dann die richtige Seite über ein Lesezeichen oder die Adresse, die Sie kennen.

Haben Sie auf einer zweifelhaften Seite schon etwas eingegeben, etwa ein Passwort, ändern Sie es auf der echten Seite sofort. Was sonst zu tun ist, wenn Sie eine Spam-Mail mit dem Handy geöffnet haben, habe ich Ihnen genau aufgeschrieben.

Sicher im Internet unterwegs in Berlin-Charlottenburg

Wenn Sie in Berlin-Charlottenburg wohnen, komme ich gerne zu Ihnen nach Hause. Ich richte Ihnen Lesezeichen für die Seiten ein, die Sie wirklich brauchen, stelle eine Startseite ein, die zu Ihnen passt, und zeige Ihnen am eigenen Bildschirm, woran Sie Anzeigen und echte Seiten unterscheiden.

Sie erreichen mich unter 0151 44985258 oder per E-Mail an hilfe@computerhilfe-charlottenburg.de.

Am Telefon reicht übrigens ein Satz wie: „Ich komme ins Internet nur über Google und lande manchmal auf falschen Seiten.“ Damit weiß ich schon ziemlich viel.

Lieber persönlich erklärt bekommen?

Rufen Sie mich an. Ich komme zu Ihnen nach Hause in Berlin-Charlottenburg und helfe geduldig und in Ihrem Tempo.

Anrufen: 0151 44985258