In diesem Artikel
Im Kalender an der Küchentür steht es seit einer Woche: Donnerstag, 10 Uhr, Computerhilfe. Am Mittwochabend kommen dann die Fragen.
Muss ich vorher etwas aufräumen? Brauche ich irgendwelche Unterlagen? Und wo ist eigentlich der Zettel mit dem WLAN-Passwort?
Viele Menschen sind vor so einem Termin ein bisschen aufgeregt. Das ist verständlich. Man lässt ja nicht jeden Tag jemanden an den eigenen Computer.
Hier erkläre ich, was Sie vorbereiten können, damit der Termin entspannt läuft. Und was Sie sich getrost sparen können. Wobei ich Ihnen sonst noch zu Hause helfen kann, sehen Sie in meinem Überblick zur Computerhilfe zu Hause in Berlin-Charlottenburg.
Hilfreich, aber keine Pflicht:
- Ein Zettel mit allem, was am Computer stört.
- Fotos von Fehlermeldungen, aufgenommen mit dem Handy.
- Wissen, wo WLAN-Passwort und Zugangsdaten liegen.
Die beruhigende Antwort: fast nichts
Sie müssen nicht stundenlang Unterlagen suchen und nichts über Computer lernen. Wenn etwas fehlt, klären wir das vor Ort.
Alles, was hier steht, ist deshalb eine Hilfe und keine Pflicht. Ein paar Minuten Vorbereitung am Vorabend sparen aber oft eine halbe Stunde beim Termin. Und das merken Sie am Ende auch auf der Rechnung.
Fällt Ihnen am Vorabend noch etwas ein, schreiben Sie es einfach dazu. Mehr braucht es nicht.
Ein Zettel mit allem, was stört
Das Wichtigste ist ein einfacher Zettel. Schreiben Sie darauf alles, was Sie am Computer stört oder was Sie gern könnten. Auch Kleinigkeiten.
„Die Schrift ist so klein.“ „Der Drucker geht nur manchmal.“ „Wie schicke ich Fotos an meine Enkelin?“ Solche Sätze reichen völlig. Sie müssen nicht wissen, wie das Problem heißt.
Ohne Zettel fällt einem der wichtigste Punkt erfahrungsgemäß genau dann ein, wenn ich gerade gegangen bin. Wie so eine Liste helfen kann, habe ich auch im Artikel Hilfe bei PC-Problemen – vieles löse ich direkt bei Ihnen zu Hause beschrieben.

Fehlermeldungen mit dem Handy fotografieren
Manche Probleme zeigen sich nur ab und zu. Die Meldung erscheint am Montag, und am Donnerstag ist sie natürlich verschwunden.
Wenn so eine Meldung auftaucht, nehmen Sie einfach Ihr Handy und fotografieren den Bildschirm. Das Bild muss nicht schön sein. Hauptsache, man kann den Text lesen.
So ein Foto ist für mich Gold wert. Ich sehe sofort, welches Programm sich meldet und was es will. Das erspart oft langes Rätselraten.
Notieren Sie dazu, wann es passiert ist. Etwa direkt nach dem Einschalten oder beim Drucken.
Auch ein Foto vom Display des Druckers oder von blinkenden Lämpchen am Router hilft. Lämpchen erzählen oft mehr, als man denkt.
Am Vorabend in fünf Minuten
- Zettel geschrieben?Alles, was stört – auch Kleinigkeiten.
- Meldung fotografiert?Ein Handyfoto sagt oft mehr als jede Beschreibung.
- Ladekabel in der Nähe?Laptop, Handy und Tablet bitte aufladen.
Wo liegen die Zugangsdaten?
Bei vielen Aufgaben braucht man irgendwann ein Passwort. Es hilft, wenn Sie vorher wissen, wo die wichtigsten Zugangsdaten liegen:
- Das WLAN-Passwort, oft auf der Rückseite des Routers oder auf einer kleinen Karte dazu.
- Die Briefe Ihres Internetanbieters mit den Zugangsdaten.
- Die Anmeldedaten für Ihr E-Mail-Postfach.
- Ein Passwortbuch oder ein Zettel, falls Sie so etwas führen.
Sie müssen mir Ihre Passwörter nicht verraten. Wo es geht, tippen Sie sie selbst ein. Wie man sich gute Passwörter merkt, steht im Artikel So generieren Sie sichere Passwörter, die Sie sich merken können
Die Geräte erreichbar machen
Klingt banal, spart aber Zeit: Der Computer sollte da sein, wo er sonst auch steht. Mit Netzteil oder Ladekabel.
Geht es um den Drucker, legen Sie Papier bereit und nach Möglichkeit eine Ersatzpatrone, falls Sie eine haben. Geht es um das WLAN, sollte man an den Router kommen. Steht er hinter einem schweren Schrank, ist das vorher gut zu wissen.
Und wenn es um das Handy oder Tablet geht: Bitte aufladen. Ein leerer Akku ist erstaunlich oft der erste Programmpunkt.
Steht der Computer unter dem Schreibtisch, muss ich manchmal an die Kabel dahinter. Etwas Platz davor ist dann sehr willkommen.
Bei einem neuen Computer: Unterlagen aufheben
Wenn ich einen neuen Computer einrichten soll, lassen Sie ihn ruhig im Karton. Wir packen ihn gemeinsam aus. Und wenn der alte Computer später aus dem Haus soll, lesen Sie vorher, was mit Ihren persönlichen Daten passieren sollte.
Legen Sie die Rechnung bereit und alles, was zu gekauften Programmen gehört, etwa eine Karte mit einem Lizenzschlüssel. Und der alte Computer bleibt bitte, wie er ist. Von dort holen wir Ihre Daten.
Wie so ein Umzug abläuft und wie Sie Daten auf den neuen PC übertragen, beschreibe ich in einer eigenen Anleitung.
Was Sie vorher lieber nicht ausprobieren
Manchmal möchte man es vor dem Termin noch einmal selbst versuchen. Das ist verständlich. Ein paar Dinge machen die Sache aber eher schwerer:
- Den Computer auf Werkseinstellungen zurücksetzen.
- Programme aus dem Internet installieren, die das Problem angeblich lösen.
- Schnell noch einen neuen Router oder Drucker kaufen.
- Alle Kabel ausstecken und anders wieder einstecken.
Einmal neu starten dürfen Sie natürlich. Aber wenn der Fehler danach noch da ist, lassen Sie ihn ruhig so. Dann kann ich ihn mir genau ansehen.
„Muss ich vorher aufräumen?“
Nein. Ich komme, um Ihnen am Computer zu helfen, nicht um die Wohnung zu begutachten.
Schön ist nur ein freier Platz neben dem Computer, wo ein zweiter Stuhl hinpasst. Und gutes Licht. Dann können wir beide auf den Bildschirm sehen, und Sie verpassen nichts.
Haustiere dürfen übrigens gern dabei sein. Nur die Katze auf der Tastatur macht das Arbeiten etwas spannender.
Was am Termintag bereitliegen kann
Alles davon ist hilfreich, nichts davon ist Pflicht.
Der ZettelAlles, was stört
Das HandyFotos von Meldungen
Briefe vom AnbieterWLAN- und E-Mail-Zugang
LadekabelFür Laptop und Handy
RechnungBei einem neuen Gerät
Ein zweiter StuhlDamit wir beide sehen
Planen Sie etwas Zeit ein
Viele Anliegen sind in einer Stunde erledigt. Bei mehreren Punkten oder einem neuen Computer kann es länger dauern.
Legen Sie deshalb keinen Arzttermin direkt danach. Wer auf die Uhr schaut, kann sich schlecht auf Neues konzentrieren. Und am Ende möchten wir alles noch einmal zusammen ausprobieren.
Machen Sie zwischendurch ruhig eine Pause, wenn es Ihnen zu viel wird. Wir müssen nicht alles am Stück schaffen.
Wie lange es ungefähr dauert, besprechen wir vorher am Telefon. Dann gibt es keine Überraschung.
Wie so ein Besuch Schritt für Schritt abläuft, steht im Artikel So läuft die Computerhilfe zu Hause bei Ihnen in Charlottenburg ab

Angehörige dürfen gern dabei sein
Wenn Sohn, Tochter oder ein Nachbar dabei sein möchte, ist das völlig in Ordnung. Vier Augen sehen mehr, und zwei Leute merken sich mehr.
Angehörige können den Termin auch für Sie vereinbaren. Dann ist es hilfreich, wenn sie mir vorab sagen, worum es geht und ob Sie lieber allein oder mit Begleitung sind.
Wohnen die Angehörigen weiter weg, können sie auch per Telefon dazukommen. Gerade wenn es um gemeinsame Fotos oder Videoanrufe geht, ist das praktisch.
Am Ende: Notizen, die bleiben
Was wir zusammen erledigt haben, schreiben wir auf Wunsch auf. In Ihren Worten, damit Sie es beim nächsten Mal wiederfinden.
Legen Sie dafür ruhig ein Heft oder eine Mappe bereit. Mit der Zeit entsteht so Ihre eigene kleine Anleitung für Ihren Computer.
Fragen, die erst später auftauchen, kommen gleich mit hinein. Dann sind sie beim nächsten Termin nicht vergessen.
Neue Passwörter gehören allerdings nicht offen auf einen Zettel am Bildschirm, sondern in Ihr Passwortbuch an einem sicheren Ort.
Eine kleine Liste Ihrer Geräte
Hilfreich ist auch eine kurze Übersicht, welche Geräte Sie überhaupt haben. Sie muss nicht vollständig sein und nicht schön aussehen. Ein paar Zeilen genügen:
- der Computer oder Laptop, und ungefähr wie alt er ist,
- der Drucker, am besten mit dem Namen, der vorne draufsteht,
- der Router, also das Kästchen mit den Lämpchen, und von welchem Anbieter er ist,
- Handy und Tablet, falls es auch um sie gehen soll.
Mit dieser Liste kann ich schon vorher einschätzen, ob ich ein bestimmtes Kabel oder einen Adapter mitbringen sollte. Das spart beim Besuch Zeit und Ihnen einen zweiten Termin.
Fragen sammeln, die nichts mit dem Problem zu tun haben
Viele Kundinnen und Kunden erzählen mir nach einem Besuch: „Ich hatte noch so viele kleine Fragen, aber sie sind mir nicht eingefallen.“ Das ist ganz normal. Im Moment ist der Kopf beim eigentlichen Problem.
Legen Sie deshalb schon ein paar Tage vorher einen Zettel neben den Computer. Jedes Mal, wenn Ihnen etwas auffällt, schreiben Sie es auf. Warum das Startmenü in der Mitte ist. Wie man ein Foto per E-Mail schickt. Was diese eine Meldung bedeutet, die ab und zu kommt.
Solche kleinen Fragen sind oft in zwei Minuten beantwortet und machen den Alltag am Computer deutlich leichter. Und manchmal hängt eine scheinbar kleine Frage mit dem großen Problem zusammen.
Zwischen zwei Besuchen selbst üben
Was wir beim Termin gemeinsam gemacht haben, sitzt am besten, wenn Sie es in den Tagen danach noch zwei- oder dreimal selbst ausprobieren. Dafür sind die Notizen gedacht, die am Ende des Besuchs entstehen.
Wer mehr üben möchte, findet in meinem Videokurs „Computer verstehen“ kurze Lektionen zu den häufigsten Alltagsaufgaben. Sie können jede Lektion anhalten, am eigenen Computer mitmachen und so oft wiederholen, wie Sie möchten. Viele nutzen den Kurs genau so: als Begleiter zwischen zwei Hausbesuchen.
Bringen Sie ruhig auch die Fragen mit, die Ihnen vielleicht zu einfach vorkommen. Bei mir gibt es keine dummen Fragen. Die einfachen sind oft genau die, die im Alltag am meisten helfen.
Und wenn Sie mögen, sagen Sie mir am Telefon schon vorher die eine Sache, die Ihnen am wichtigsten ist. Dann fangen wir damit an, und Sie gehen in jedem Fall mit dem Wichtigsten erledigt aus dem Termin.
Wenn das Problem plötzlich verschwunden ist
Es kommt öfter vor, als man denkt: Am Abend vor dem Termin druckt der Drucker plötzlich wieder. Rufen Sie mich trotzdem kurz an.
Manchmal ist das Problem wirklich weg. Oft kommt es aber nach ein paar Tagen zurück, weil die eigentliche Ursache noch da ist. Dann lohnt es sich, gemeinsam zu überlegen, ob wir den Termin trotzdem nutzen. Zum Beispiel für die anderen Punkte auf Ihrem Zettel.
Einen Termin vereinbaren in Berlin-Charlottenburg
Wenn Sie in Berlin-Charlottenburg wohnen, komme ich gerne zu Ihnen nach Hause. Sie brauchen nur Ihren Zettel und ein bisschen Zeit. Den Rest machen wir zusammen.
Ich erkläre jeden Schritt in Ruhe und so oft, wie Sie möchten. Mehr über mich und meine Computerhilfe für Senioren lesen Sie auf der Startseite.
Sie erreichen mich unter 0151 44985258 oder per E-Mail an hilfe@computerhilfe-charlottenburg.de.
Am Telefon reicht übrigens ein Satz wie: „Ich hätte gern einen Termin, und mein Zettel ist schon ziemlich lang.“ Damit weiß ich schon ziemlich viel.


