In diesem Artikel
Der Anbieter hat einen neuen Router geschickt. Neuer Vertrag, schnelleres Internet, so stand es im Brief. Das Gerät ist angeschlossen, die Lämpchen leuchten, und am Laptop funktioniert das Internet tatsächlich. Wer einen neuen Router einrichtet, erlebt die Überraschung meist erst danach.
Am Abend dann die Überraschung. Der Fernseher meldet „Keine Verbindung“. Der Drucker ist verschwunden. Das Tablet fragt nach einem Passwort. Und das Telefon im Flur bleibt stumm.
Kaputt ist nichts. Die Geräte kennen nur den neuen Router noch nicht.
Hier zeige ich, welche Geräte nach einem Routertausch neu verbunden werden müssen, in welcher Reihenfolge Sie am besten vorgehen und wie Sie sich viel Arbeit sparen können.
Das spart die meiste Arbeit:
- Den alten WLAN-Namen und das alte Passwort übernehmen.
- Vorher alle Geräte aufschreiben, die im WLAN hängen.
- Den alten Router erst weggeben, wenn alles wieder läuft.
Warum mit dem neuen Router plötzlich so vieles nicht mehr geht
Jedes Gerät im Haushalt hat sich zwei Dinge gemerkt: den Namen Ihres WLANs und das Passwort dazu. Mit diesen beiden Angaben meldet es sich jeden Tag von selbst an.
Der neue Router hat aber in der Regel einen anderen Namen und ein anderes Passwort. Die Geräte suchen also weiter nach einem WLAN, das es nicht mehr gibt.
Das ist wie bei einem Umzug. Die Post kommt erst an, wenn alle die neue Adresse kennen. Rund um Router, WLAN und Anschluss habe ich Ihnen noch viel mehr in meiner Sammlung zum Netz daheim zusammengetragen.
Der wichtigste Trick: Name und Passwort übernehmen
Bei vielen Routern lassen sich WLAN-Name und Passwort frei einstellen. Geben Sie dem neuen Router einfach genau denselben Namen und dasselbe Passwort wie dem alten.
Dann merken die meisten Geräte gar nicht, dass sich etwas geändert hat. Sie verbinden sich von selbst, ohne dass Sie jedes einzeln anfassen müssen.
Dafür brauchen Sie die alten Angaben. Sie stehen meist auf einem Etikett auf der Unterseite des alten Routers. Fotografieren Sie es mit dem Handy, bevor Sie das alte Gerät abbauen. Ist das Etikett nicht mehr lesbar, zeige ich Ihnen, wie Sie das WLAN-Passwort anzeigen lassen.
Ein kleiner Haken: Wurde das alte Passwort nie geändert und ist sehr kurz, ist jetzt eine gute Gelegenheit für ein neues. Dann müssen die Geräte allerdings doch einzeln umgestellt werden.

Erst eine Liste aller Geräte
Bevor Sie anfangen, lohnt sich eine kleine Bestandsaufnahme. Gehen Sie durch die Wohnung und schreiben Sie auf, was alles im WLAN hängt. Häufig vergessen werden:
- der Drucker im Arbeitszimmer,
- der Fernseher oder ein kleines Streaming-Gerät daran,
- das schnurlose Telefon,
- ein WLAN-Verstärker in der Steckdose,
- ein Lautsprecher, der auf Zuruf Radio spielt,
- Heizungsthermostate, eine Kamera an der Tür oder der E-Book-Reader.
Mit dieser Liste vergessen Sie keins. Und Sie wissen am Ende, dass wirklich alles wieder läuft.
Drei Fragen vor dem Tausch
- Alten WLAN-Namen notiert?Dann können ihn viele Router übernehmen.
- Brief vom Anbieter griffbereit?Darin stehen oft die Zugangsdaten fürs Telefon.
- Alle Geräte aufgeschrieben?Dann wird keines vergessen.
Das Telefon: oft das größte Rätsel
Viele wissen gar nicht, dass ihr Festnetztelefon heute über den Router läuft. Fällt der Router weg, ist auch das Telefon still.
Bei Routern, die der Anbieter schickt, richtet sich die Telefonie oft von selbst ein. Bei einem selbst gekauften Router braucht man meist besondere Zugangsdaten. Die stehen im Brief des Anbieters, der bei der Bestellung kam.
Schnurlose Telefone müssen außerdem oft neu am Router angemeldet werden. Dafür drückt man am Router eine Taste und am Telefon einen Menüpunkt, der meist „Anmelden“ heißt. Wie das genau geht, steht in der Anleitung des Routers.
Testen Sie danach mit einem Anruf in beide Richtungen. Einmal raus, einmal rein.
Der Drucker kennt noch das alte WLAN
Der Drucker ist fast immer dabei, wenn nach einem Routertausch etwas fehlt. Er versucht weiter, sich mit dem alten WLAN zu verbinden.
Bei Druckern mit kleinem Bildschirm gibt es meist einen Menüpunkt „WLAN“ oder „Netzwerk“. Dort wählen Sie das neue WLAN und tippen das Passwort ein. Bei Druckern ohne Bildschirm hilft oft die WPS-Taste am Router.
Wie Sie Ihren Drucker mit dem PC verbinden, erkläre ich Ihnen im Einzelnen an anderer Stelle.
Fernseher und Streaming-Geräte
Beim Fernseher ist das Eintippen des Passworts die größte Hürde. Mit der Fernbedienung Buchstabe für Buchstabe, Groß und klein, das dauert.
Sie finden die Einstellung meist im Menü unter „Netzwerk“ oder „Verbindungen“. Dort das neue WLAN auswählen und das Passwort eingeben. Nehmen Sie sich Zeit, und prüfen Sie jedes Zeichen, bevor Sie bestätigen.
Danach lohnt es sich, einmal die Mediathek zu öffnen. Läuft eine Sendung, ist alles in Ordnung.
WLAN-Verstärker und Mesh-Geräte
Ein WLAN-Verstärker in der Steckdose ist eng mit dem alten Router verbunden. Er muss sich neu mit dem neuen Router verbinden.
Bei vielen Geräten geht das über eine Taste: zuerst am Verstärker drücken, dann innerhalb von zwei Minuten am Router. Klappt das nicht, muss der Verstärker manchmal zurückgesetzt und neu eingerichtet werden.
Passen Router und Verstärker nicht gut zusammen, etwa weil sie von verschiedenen Herstellern stammen, ist das ein guter Moment zu überlegen, ob der Verstärker noch gebraucht wird.
Handy, Tablet und Laptop
Diese Geräte sind am einfachsten. Öffnen Sie die WLAN-Einstellungen, tippen Sie auf den neuen WLAN-Namen und geben Sie das Passwort ein.
Taucht das alte WLAN noch in der Liste auf, können Sie es dort „vergessen“ oder „entfernen“. Dann versucht das Gerät nicht mehr, sich damit zu verbinden.
Fangen Sie am besten mit einem Laptop oder dem Handy an. Dann können Sie bei Fragen zum nächsten Gerät gleich im Internet nachsehen.
Smarte Geräte: Lautsprecher, Kameras, Thermostate
Geräte ohne eigenen Bildschirm werden meist über eine App auf dem Handy eingerichtet. Dort gibt es einen Punkt wie „WLAN ändern“ oder „Gerät hinzufügen“.
Manche dieser Geräte lassen sich nur umstellen, wenn man sie zurücksetzt und ganz neu einrichtet. Das klingt aufwendig, dauert aber meist nur ein paar Minuten.
Wichtig ist dabei nur, dass Sie die Zugangsdaten für die App kennen. Suchen Sie diese vorher heraus. Ohne sie wird es mühsam.

So lesen Sie das Etikett am Router
Auf der Unterseite oder Rückseite des neuen Routers klebt ein Etikett mit allen wichtigen Angaben. Darauf stehen oft mehrere Zeichenfolgen. Für Ihre Geräte brauchen Sie nur zwei davon:
- Den WLAN-Namen. Er heißt manchmal auch „SSID“.
- Das WLAN-Passwort. Es heißt oft „WLAN-Netzwerkschlüssel“ oder „WPA2-Schlüssel“.
Achten Sie beim Abtippen auf Zeichen, die sich ähneln: die Null und das große O, die Eins und das kleine L. Viele Hersteller lassen solche Zeichen inzwischen weg. Bei älteren Geräten stolpert man aber noch oft darüber.
Zwei Zeilen auf dem Etikett zählen
So oder ähnlich sieht das Etikett auf der Unterseite des Routers aus.
WLAN-Router · Modell R-200
WLAN-Name (SSID)Heimnetz-K7Q2
1Für Ihre Geräte
WLAN-Netzwerkschlüssel4815 2342 9906 1177 0423
2Für Ihre Geräte
Kennwort Benutzeroberflächeruhig7fenster
Nur für die Einrichtung
SeriennummerA123.456.78.901.234
Brauchen Sie nicht
Bevor der alte Router aus dem Haus geht
Den alten Router sollten Sie nicht sofort wegpacken. Er ist Ihr Spickzettel, falls etwas fehlt. Bevor er geht:
- Fotografieren Sie das Etikett mit WLAN-Name und Passwort.
- Prüfen Sie, ob er gemietet war. Dann muss er meist an den Anbieter zurück.
- Bewahren Sie ihn auf, bis alle Geräte auf Ihrer Liste wieder laufen.
- Setzen Sie ihn vor der Rückgabe oder Entsorgung auf Werkseinstellungen zurück.
Im Router können nämlich Zugangsdaten gespeichert sein, die niemand Fremdes haben sollte.
Der Fernseher und die Mediathek
Bei vielen älteren Menschen ist der Fernseher das wichtigste Gerät im WLAN, oft ohne dass es ihnen bewusst ist. Mediatheken, Streamingdienste und manchmal sogar das ganz normale Fernsehprogramm kommen über das Internet. Nach einem Routertausch bleibt der Bildschirm dann schwarz oder zeigt nur noch eine Fehlermeldung.
Viele Fernseher haben im Menü einen Punkt „Netzwerkeinrichtung“, der Sie Schritt für Schritt führt. Halten Sie den Zettel mit dem neuen WLAN-Passwort bereit und tippen Sie es mit der Fernbedienung ein. Großbuchstaben finden Sie meist über eine eigene Taste auf der Bildschirmtastatur.
Klappt das Eintippen gar nicht, gibt es oft einen einfacheren Weg: ein Netzwerkkabel vom Router zum Fernseher. Wenn beide im selben Raum stehen, ist das sogar die stabilere Verbindung.
So sichern Sie Ihren neuen Router ab
Ein neuer Router ist auch eine gute Gelegenheit, ein paar Dinge am Gerät selbst zu prüfen. Das geht über die Bedienoberfläche des Routers, die Sie im Browser öffnen. Wie das bei Ihrem Modell geht, steht auf dem Etikett oder in der Anleitung.
- Das Kennwort für die Bedienoberfläche sollte nicht mehr das Werkskennwort sein, falls das Gerät eines hatte.
- Automatische Updates sollten eingeschaltet sein.
- Ein Gäste-WLAN ist praktisch für Besuch, sollte aber ein eigenes Passwort haben.
Bei Routern, die der Anbieter liefert, ist vieles schon richtig eingestellt. Ein kurzer Blick lohnt sich trotzdem, gerade bei den automatischen Updates. Warum Updates für die Sicherheit so wichtig sind, erkläre ich Ihnen in meinem Beitrag zu Sicherheits-Updates.
Eine Liste für das nächste Mal
Bewahren Sie Ihre Geräteliste und das Foto vom Router-Etikett auf, auch wenn jetzt alles läuft. Der nächste Routertausch kommt bestimmt, spätestens beim nächsten Anbieterwechsel. Mit der Liste wissen Sie dann sofort, welche Geräte neu verbunden werden müssen.
Am besten kommt alles in eine Klarsichthülle: Router-Etikett, WLAN-Passwort, die Kundennummer beim Anbieter und die Liste der Geräte. Diese Hülle ist im Ernstfall Gold wert, für Sie und für jeden, der Ihnen hilft.
Und wenn Sie den alten Router zurückgeben müssen: Stecken Sie die Klarsichthülle nicht mit in den Karton. Das Etikett des neuen Routers brauchen Sie weiterhin.
Wenn danach noch etwas hakt
Funktioniert ein Gerät trotz richtigem Passwort nicht, hilft oft ein Neustart. Erst den Router, dann das Gerät. Manchmal braucht der Router nach der Einrichtung ein paar Minuten, bis alles stabil läuft.
Ist das Internet überall langsam oder fällt immer wieder aus, liegt es eher am Anschluss als an den Geräten. Dann ist der Anbieter der richtige Ansprechpartner.
Was Sie zuerst selbst prüfen können, habe ich Ihnen für den Fall eines streikenden WLANs aufgeschrieben.
Hilfe beim Routertausch in Berlin-Charlottenburg
Wenn Sie in Berlin-Charlottenburg wohnen, komme ich gerne zu Ihnen nach Hause. Ich schließe den neuen Router an, übernehme nach Möglichkeit den alten WLAN-Namen und bringe Telefon, Drucker und Fernseher wieder ins Netz.
Am besten rufen Sie an, bevor Sie den alten Router abbauen. Dann geht nichts verloren. Was ich darüber hinaus bei Problemen mit Router und Verbindung mache, beschreibe ich auf der Seite Internet und WLAN einrichten lassen.
Sie erreichen mich unter 0151 44985258 oder per E-Mail an hilfe@computerhilfe-charlottenburg.de.
Am Telefon reicht übrigens ein Satz wie: „Der neue Router ist da, und seitdem geht der Fernseher nicht mehr.“ Damit weiß ich schon ziemlich viel.


