Jede Woche zeige ich Ihnen neue Betrugsmaschen im Internet – und wie Sie sich davor schützen können.
1. bis 7. September 2026 · Von Emilian Buza
Guten Tag,
eine E-Mail vom Finanzamt, ein Anruf der Bank oder eine neue Bekanntschaft im Internet: All das kann ganz harmlos beginnen. Doch mehrere Polizeimeldungen aus dieser Woche zeigen, wie Betrüger solche Situationen gezielt ausnutzen.
Ich bin Emilian Buza von Computerhilfe Charlottenburg. Ich habe die wichtigsten Warnungen für Sie gesammelt und erkläre, wie Sie die Tricks erkennen können – ohne komplizierte Fachwörter.

Symbolbild: Ein Link in einer E-Mail kann auf eine gefälschte Internetseite führen.
Erst eine falsche Steuer-Mail, dann der Anruf der Bank
Ein 81-Jähriger aus Radolfzell erhielt am 4. September eine E-Mail, die wie eine Nachricht von ELSTER aussah. Er klickte auf den Link, gelangte auf eine nachgebaute Internetseite und gab dort Daten frei. Anschließend meldete sich ein angeblicher Mitarbeiter der Volksbank. Am Ende verlor der Mann mehrere Tausend Euro.
Öffnen Sie die Internetseite Ihrer Bank oder von ELSTER immer selbst. Klicken Sie nicht auf Links in überraschenden Nachrichten, wenn Sie sich damit anmelden oder Daten bestätigen sollen.
Quelle: Polizeipräsidium Konstanz, Meldung vom 08.09.2026 zum Fall vom 04.09.2026
Diese Fälle wurden in der Woche bekannt
Eine Internetbekanntschaft verlangt immer neue Gutscheine
Eine Seniorin aus dem Hochtaunuskreis hatte über ein Inserat einen Mann kennengelernt. Über Monate forderte er Geld für sein angebliches Kind. Sie kaufte Gutscheine und schickte ihm die Codes. Insgesamt verlor sie rund 10.000 Euro. Beschäftigte einer Drogerie bemerkten die wiederholten Käufe und sprachen die Frau an.
Schicken Sie Internetbekanntschaften keine Gutschein-Codes – auch dann nicht, wenn sie eine Notlage schildern.
Falsche Bankmitarbeiter wollen Karten und PIN
Die Polizei Hildesheim warnte am 3. September erneut vor betrügerischen Anrufen. Ein Senior hatte einen Anruf über angeblich unberechtigte Abbuchungen erhalten. Noch während des Gesprächs erschien ein weiterer Täter an seiner Tür. In dem Fall entstand ein Schaden im niedrigen vierstelligen Bereich.
Ihre Bank wird weder Ihre PIN erfragen noch jemanden schicken, um Ihre Karte als Sicherheitsmaßnahme abzuholen.
Quelle: Polizei Hildesheim, 03.09.2026
Angeblicher Klinik-Arzt löst Schockanruf aus
In Gärtringen gab sich ein Anrufer gegenüber einer Seniorin als Klinik-Arzt aus. Ein Angehöriger habe Krebs und brauche sofort ein besonders teures Medikament. Die Frau wurde am Telefon unter Druck gesetzt und übergab einem Unbekannten Vermögenswerte in etwa sechsstelliger Höhe.
Wenn jemand wegen einer angeblichen Notlage sofort Geld verlangt, beenden Sie das Gespräch und prüfen Sie die Geschichte über eine bekannte Telefonnummer.

Symbolbild: Gutscheincodes sind wie Bargeld. Einmal weitergegeben, lässt sich der Wert oft nicht zurückholen.
100-Jährige durchschaut falsche Staatsanwältin
Eine Frau aus Hagen bekam einen Anruf, bei dem eine angebliche Tochter von einem Unfall berichtete. Danach verlangte eine angebliche Staatsanwältin 50.000 Euro Kaution. Die 100-jährige Seniorin durchschaute die Geschichte und legte rechtzeitig auf. Die Polizei berichtete darüber am 4. September. Originalmeldung der Polizei Hagen.
Eine Nachricht ist kein Identitätsnachweis
Eine E-Mail kann aussehen wie eine Nachricht vom Finanzamt. Eine Stimme am Telefon kann sich als Bankmitarbeiter ausgeben. Und ein Chat-Partner kann lange Vertrauen aufbauen. Entscheidend ist: Prüfen Sie den Kontakt über einen zweiten, unabhängigen Weg, bevor Sie Daten weitergeben oder bezahlen.
So handeln Sie jetzt
Haben Sie Zugangsdaten eingegeben oder Geld überwiesen, kontaktieren Sie sofort Ihre Bank über deren offizielle Nummer. Lassen Sie nötigenfalls Karten und Zugänge sperren und fragen Sie nach Möglichkeiten, die Zahlung zurückzuholen. Sichern Sie die Nachrichten und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Sie dürfen sich Zeit nehmen
Kein echter Bankmitarbeiter und keine Behörde kann verlangen, dass Sie am Telefon blind Geld überweisen. Wenn Ihnen etwas seltsam vorkommt, ist Nachfragen genau richtig.
Bis bald!
Ihr Emilian Buza
Computerhilfe Charlottenburg
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Jede Woche per E-Mail: „Vorsicht, Betrug!“
Einmal pro Woche schicke ich Ihnen die neuen Betrugsmaschen der Woche, verständlich erklärt und mit einem Tipp, den Sie sofort anwenden können. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
