Jede Woche zeige ich Ihnen neue Betrugsmaschen im Internet – und wie Sie sich davor schützen können.
11. bis 17. August 2026 · Von Emilian Buza
Guten Tag,
es erscheint eine Warnung auf dem Computer. Oder jemand ruft an und behauptet, die Bankkarte sei gesperrt. Solche Situationen können beunruhigen – und genau diesen Moment nutzen Betrüger aus.
Ich bin Emilian Buza von Computerhilfe Charlottenburg. Für diese Woche habe ich mehrere Polizeimeldungen zusammengestellt. Ich erkläre Ihnen, wie die Täter vorgehen und worauf Sie achten sollten.

Symbolbild: Nicht jede dramatische Computerwarnung stammt von einem echten Sicherheitsprogramm.
Falscher Microsoft-Support: 3.900 Euro verloren
Eine 70-Jährige aus Ludwigshafen sah am 10. August eine Warnmeldung auf ihrem Computer. Sie wählte die dort angegebene Telefonnummer und sprach mit einem vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter. Anschließend bekam ein angeblicher IT-Spezialist Fernzugriff auf den Rechner. Die Betrüger lösten Zahlungen über 3.900 Euro aus. Die Polizei warnte am 12. August öffentlich vor dieser Masche.
Diese Betrugsmaschen sollten Sie kennen
Falsche Bankmitarbeiter holen die Karte ab
Ein 84-Jähriger aus Krefeld wurde am 13. August von einer Frau angerufen, die sich als Mitarbeiterin seiner Bank ausgab. Die Bankkarte sei angeblich gesperrt und müsse zu Hause abgeholt werden. Kurz darauf erschien ein Mann und nahm die Karte sowie Bargeld mit.
Quelle: Polizei Krefeld, 14.08.2026
Teure Spritze für den Sohn: eine erfundene Notlage
Ebenfalls in Krefeld erhielt eine 73-Jährige am 13. August einen Anruf von einem Mann, der sich als ihr Sohn ausgab. Er behauptete, wegen Corona im Krankenhaus zu liegen und dringend eine sehr teure Spritze aus den USA zu benötigen. Eine vermeintliche Ärztin holte danach eine fünfstellige Geldsumme und zwei Goldbarren ab.
Quelle: Polizei Krefeld, 14.08.2026
QR-Code beim Online-Verkauf führt zur falschen Bankseite
Die Polizei Bielefeld warnte am 14. August vor einem Betrugsversuch auf einer Online-Verkaufsplattform. Eine Frau wollte Schuhe verkaufen und bekam von einer angeblichen Käuferin einen QR-Code zugeschickt. Nach dem Scannen sollte sie Bankdaten auf einer gefälschten Seite eingeben. Sie brach den Vorgang ab und ließ ihr Konto sperren. Die Polizei datiert den Versuch auf den 12. August.
Quelle: Polizei Bielefeld, 14.08.2026

Symbolbild: Bankkarte, PIN und Bargeld gehören niemals in die Hände eines unbekannten Abholers.
Bankmitarbeiter verhindert weiteren Schaden
Ein 83-jähriger Mann aus Krefeld war bereits auf einen falschen Polizisten hereingefallen und hatte Geld überwiesen. Am 14. August sollte er erneut mehrere Tausend Euro zahlen. Ein Bankmitarbeiter bemerkte den Betrug und griff ein. Die Polizei veröffentlichte den Fall am 17. August. Originalmeldung der Polizei Krefeld.
Die wichtigste Frage: Wer hat den Kontakt begonnen?
Wenn Sie selbst eine offizielle Supportnummer wählen, die Sie unabhängig ermittelt haben, ist das etwas anderes als ein Anruf oder eine Warnmeldung, die überraschend erscheint. Lassen Sie sich bei unerwarteten Kontakten nie zu Geldzahlungen, App-Freigaben oder Fernzugriff drängen.
Jetzt sollten Sie handeln
Wurden Bankdaten weitergegeben, rufen Sie sofort die Bank über die offizielle Nummer an. Lassen Sie betroffene Karten oder Zugänge sperren. Wenn ein Fremder auf Ihrem Computer war, trennen Sie das Gerät vom Internet und lassen Sie es prüfen. Bewahren Sie Nachrichten und Zahlungsbelege auf und erstatten Sie Anzeige.
Nachfragen ist immer erlaubt
Eine echte Bank oder ein seriöser Kundendienst akzeptiert, dass Sie erst nachprüfen möchten, wer anruft. Ein bisschen Misstrauen gegenüber überraschenden Forderungen kann Ihnen viel Ärger ersparen.
Bis zur nächsten Woche!
Ihr Emilian Buza
Computerhilfe Charlottenburg
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