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Ihr Drucker druckt nicht? Das können Sie selbst ausprobieren

Ein Drucker mit leerem, herausgezogenem Papierfach. Der Papierstapel liegt direkt daneben, eine orange Lampe leuchtet, und es kommt kein Blatt heraus.
In diesem Artikel

Gestern hat er noch gedruckt. Heute nicht mehr. Sie klicken auf „Drucken“. Nichts passiert. Sie klicken noch einmal. Wieder nichts. Der Drucker steht da, schweigt und blinkt vielleicht ein bisschen vor sich hin.

Irgendwann stehen Sie vor ihm und überlegen, ob ein beherzter Klaps helfen könnte. Bitte nicht. Es gibt deutlich bessere Möglichkeiten. Und viele davon können Sie selbst ausprobieren, ohne irgendetwas am Computer verstellen zu müssen.

Mit diesen Prüfungen grenzen Sie das Problem ein:

  • Kann der Drucker ohne Computer eine Testseite drucken?
  • Sind Papier, Tinte oder Toner und alle Klappen in Ordnung?
  • Erreicht der Druckauftrag überhaupt den richtigen Drucker?

Ihr Drucker druckt nicht – liegt es am Drucker oder am Computer?

Bevor Sie irgendetwas anderes versuchen, lohnt sich eine einfache Unterscheidung. Funktioniert der Drucker selbst nicht? Oder kommt nur nichts vom Computer bei ihm an?

Das klingt nach Haarspalterei. Ist es aber nicht. Denn je nachdem sucht man an einer völlig anderen Stelle. Und es gibt einen einfachen Test, mit dem Sie das herausfinden.

Der Drucker kann auch ganz allein drucken

Fast jeder Drucker kann eine Testseite drucken, ganz ohne Computer. Bei Druckern mit Bildschirm finden Sie die Funktion meist im Menü unter Begriffen wie „Berichte“, „Extras“, „Wartung“ oder „Einstellungen“.

Dort heißt sie dann zum Beispiel „Testseite“, „Statusbericht“ oder „Konfigurationsseite“.

Bei Druckern ohne Bildschirm drückt man oft eine bestimmte Taste etwas länger. Welche das ist, steht in der Anleitung.

Wenn Sie einen Drucker mit eingebautem Scanner haben, gibt es einen noch einfacheren Test: Legen Sie ein beliebiges Blatt auf die Glasscheibe und drücken Sie auf „Kopieren“.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Kommt eine ordentliche Seite heraus? Dann funktioniert der Drucker. Das Problem liegt dann wahrscheinlich in der Verbindung zum Computer.

Kommt nichts heraus, oder nur eine leere oder streifige Seite? Dann liegt das Problem am Drucker selbst. Und genau um diesen Fall geht es in diesem Artikel vor allem.

Wenn der Computer dagegen meldet, der Drucker sei „offline“, finden Sie die passenden Schritte im Artikel Ihr Drucker ist offline? Was das bedeutet und was Sie tun können

Schauen Sie auf den Drucker – er sagt Ihnen oft, was ihm fehlt

Drucker sind nicht besonders gesprächig. Aber sie versuchen es. Viele haben ein kleines Display, auf dem eine Meldung steht. „Papierstau.“ „Kein Papier.“ „Patrone prüfen.“ „Klappe offen.“

Andere haben nur Lampen. Wenn eine Lampe blinkt, vor allem in Orange oder Rot, ist das fast immer ein Hinweis. Welche Lampe was bedeutet, ist leider bei jedem Hersteller anders. Ein Blick in die Anleitung oder auf die Internetseite des Herstellers hilft hier wirklich.

Viele Druckerprobleme lösen sich in dem Moment, in dem man die Meldung liest, statt sie zu übersehen. Für alle anderen Fälle habe ich Ihnen die häufigsten Druckerprobleme auf einen Blick zusammengestellt.

Ist überhaupt Papier im richtigen Fach?

Das klingt banal. Ist aber einer der häufigsten Gründe. Viele Drucker haben mehr als ein Papierfach. Eine Kassette unten. Und manchmal eine Klappe vorne oder hinten für einzelne Blätter oder Umschläge.

Wenn der Computer den Druckauftrag an ein Fach schickt, in dem kein Papier liegt, wartet der Drucker. Geduldig. Und manchmal ohne eindeutige Meldung.

Prüfen Sie deshalb:

  • Liegt Papier im Fach?
  • Liegt der Stapel gerade?
  • Ist das Fach ganz eingeschoben?
  • Und sind die kleinen Schieber an den Seiten so eingestellt, dass sie das Papier leicht berühren, aber nicht einklemmen?

Ein Papierfach, das nur zwei Millimeter zu weit herausschaut, reicht manchen Druckern schon, um die Arbeit zu verweigern.

Papierstau: vorsichtig statt kräftig

Wenn der Drucker einen Papierstau meldet, ist irgendwo ein Blatt hängen geblieben. Das kann man selbst beheben. Aber bitte vorsichtig.

Schalten Sie den Drucker zuerst aus. Öffnen Sie dann die Klappen, die sich öffnen lassen. Meist vorne, manchmal hinten.

Wenn Sie das Blatt sehen, ziehen Sie es langsam und gleichmäßig heraus. Am besten in die Richtung, in die das Papier normalerweise läuft. Nicht ruckartig. Wenn das Blatt reißt, bleibt ein kleiner Fetzen im Drucker zurück. Und der sorgt dann beim nächsten Druck für den nächsten Stau.

Manchmal meldet der Drucker auch dann noch einen Stau, wenn gar kein Papier mehr zu sehen ist. Dann steckt meist ein kleines Stück irgendwo, wo man nicht direkt hinschaut. Oder ein Fremdkörper. Eine Büroklammer. Ein Notizzettel. Hier lohnt sich eine Taschenlampe. Und Geduld.

Tinte oder Toner: leer, falsch oder noch versiegelt

Der nächste Klassiker ist die Tinte. Bei Laserdruckern heißt das Gegenstück Toner.

Wenn eine Patrone leer ist, verweigern viele Drucker komplett den Dienst. Auch dann, wenn nur eine einzige Farbe fehlt und Sie eigentlich nur schwarzen Text drucken möchten. Das ist ärgerlich. Aber leider bei vielen Geräten so vorgesehen.

Bei einer neu eingesetzten Patrone gibt es zwei typische Stolperfallen.

Erstens: Die Schutzfolie oder der Schutzstreifen ist noch dran. Neue Patronen haben oft einen Klebestreifen oder eine Kappe, die vor dem Einsetzen entfernt werden muss. Wenn sie dran bleibt, kommt keine Tinte heraus.

Zweitens: Die Patrone sitzt nicht richtig. Sie muss meistens hörbar einrasten. Ein leises „Klick“ ist hier ein gutes Zeichen.

„Patrone nicht erkannt“ – obwohl sie neu ist

Diese Meldung kommt besonders häufig bei günstigen Patronen von anderen Herstellern. Die sind oft deutlich billiger als die Originalpatronen. Und meistens funktionieren sie auch. Aber nicht immer.

Im Bild erklärt

Drei Stellen direkt am Drucker prüfen

Wenn schon eine Kopie oder Testseite scheitert, beginnen Sie am Gerät.

  1. 1
    Meldung oder Lampe

    Zeigt der Drucker einen Fehler an?

  2. 2
    Papierfach

    Liegt Papier richtig, und ist das Fach geschlossen?

  3. 3
    Tinte oder Toner

    Ist die Patrone entsiegelt und eingerastet?

Schematische Ansicht. Die Positionen unterscheiden sich je nach Druckermodell.

Manche Druckerhersteller verändern mit einem Update die Software des Druckers so, dass bestimmte fremde Patronen danach nicht mehr erkannt werden. Der Drucker hat sich dann über Nacht entschieden, Ihre Patrone nicht mehr zu mögen.

Was hilft: Patrone herausnehmen, die kleinen Kontakte vorsichtig mit einem trockenen, fusselfreien Tuch abwischen und wieder einsetzen. Wenn das nicht reicht, liegt es oft an der Patrone selbst. Dann lohnt sich ein Versuch mit einer anderen Patrone.

Ein Tinten-Abo kann der Grund sein

Manche Drucker werden mit einem Tinten-Abo betrieben. Die Patronen werden dann automatisch nach Hause geschickt, wenn sie zur Neige gehen. Das ist praktisch.

Aber es hat eine Eigenheit, die viele nicht kennen: Die Patronen aus dem Abo funktionieren nur, solange das Abo aktiv ist.

Wenn das Abo gekündigt wurde, die hinterlegte Kreditkarte abgelaufen ist oder eine Zahlung nicht geklappt hat, können die Patronen gesperrt werden. Auch wenn sie noch voll sind. Und der Drucker druckt dann einfach nicht mehr.

Wenn Sie ein solches Abo haben oder hatten, würde ich das als Erstes prüfen. Meistens bekommt man vorher eine E-Mail vom Hersteller. Die landet aber gern im Spam-Ordner. Wie Sie dort nachsehen und eine solche Nachricht zurückholen, zeige ich Ihnen im Artikel Wichtige E-Mail im Spam-Ordner – so finden und retten Sie sie.

Lange nicht gedruckt? Dann kann die Tinte eingetrocknet sein

Bei Tintenstrahldruckern gibt es ein besonderes Problem. Wenn sie lange nicht benutzt werden, kann die Tinte in den feinen Düsen eintrocknen. Der Drucker zieht dann zwar Papier ein. Aber es kommt nur eine leere oder sehr streifige Seite heraus.

Viele Drucker haben dafür eine Reinigungsfunktion. Sie heißt zum Beispiel „Druckkopf reinigen“ oder „Düsen reinigen“. Sie finden sie im Menü des Druckers oder in der Software des Herstellers auf dem Computer.

Manchmal braucht es zwei oder drei Durchgänge. Aber bitte nicht zehn hintereinander. Jede Reinigung verbraucht Tinte.

Wenn es nach ein paar Durchgängen nicht besser wird, hilft es manchmal, den Drucker ein paar Stunden in Ruhe zu lassen und es danach noch einmal zu versuchen.

Gerade bei Druckern, die nur wenige Male im Jahr benutzt werden, würde ich übrigens alle paar Wochen eine einzige farbige Seite drucken. Das hält die Düsen frei.

Praxis-Check

Wenn Tinte eingetrocknet ist

  • Reinigung startenSuchen Sie im Druckermenü nach „Druckkopf reinigen“ oder „Düsen reinigen“.
  • Nicht endlos wiederholenZwei oder drei Durchgänge können reichen; jeder verbraucht Tinte.
  • Pause machenWird es nicht besser, lassen Sie den Drucker erst einmal in Ruhe.

Ist vielleicht eine Klappe offen?

Ein unscheinbarer, aber häufiger Grund: Irgendeine Klappe ist nicht ganz geschlossen. Die Abdeckung über den Patronen. Die Klappe für den Papierstau hinten. Die Abdeckung des Scanners oben.

Viele Drucker haben kleine Schalter, die prüfen, ob alles zu ist. Und wenn eine Klappe nur einen Spalt offen steht, druckt der Drucker nicht. Einmal rundherum alles fest zudrücken kann deshalb Wunder wirken.

So starten Sie den Drucker richtig neu

Auch Drucker haben einen kleinen Computer eingebaut. Und auch der verschluckt sich manchmal. Ein Neustart kann helfen.

Aber bitte nicht nur über den Schalter. Viele Drucker gehen beim Ausschalten nur in eine Art Schlafmodus. Besser ist es:

  1. Drucker ausschalten.
  2. Den Netzstecker ziehen.
  3. Etwa eine Minute warten.
  4. Stecker wieder einstecken.
  5. Drucker einschalten.
  6. Warten, bis er vollständig hochgefahren ist und ruhig steht.
  7. Und erst dann wieder drucken.

Was ich nicht als Erstes tun würde

Den Drucker sofort neu installieren. Das hilft nur, wenn das Problem auf dem Computer liegt. Und genau das haben Sie mit dem Test vom Anfang ja herausgefunden.

Einen Druckertreiber von irgendeiner Seite herunterladen, die bei der Suche im Internet als Erstes erscheint. Treiber gibt es auf der Internetseite des Herstellers. Nirgendwo sonst.

Wie das genau geht, habe ich im Artikel So verbinden Sie Ihren Drucker mit dem PC – per Kabel oder WLAN beschrieben.

Und einen neuen Drucker kaufen, bevor klar ist, was dem alten fehlt. Manchmal ist es nur ein Schutzstreifen auf einer Patrone.

Meine Reihenfolge, wenn der Drucker nicht druckt

Wenn Ihr Drucker plötzlich nicht mehr druckt, würde ich so vorgehen:

  1. Zuerst auf das Display oder die Lampen am Drucker schauen.
  2. Dann prüfen, ob Papier im richtigen Fach liegt und alle Klappen geschlossen sind.
  3. Danach eine Testseite oder eine Kopie direkt am Drucker machen.
  4. Wenn das nicht klappt: Tinte, Patronen und mögliches Tinten-Abo prüfen.
  5. Wenn die Testseite dagegen klappt: Die Verbindung zum Computer prüfen.
  6. Und zwischendurch den Drucker einmal richtig neu starten, mit gezogenem Netzstecker.

Damit lassen sich erstaunlich viele Druckerprobleme lösen, ohne dass jemand kommen muss.

Wie Sie Schritt für Schritt herausfinden, ob es am Drucker, am Computer oder an der Verbindung liegt, zeige ich auch in Lektion 9 meines Videokurs „Computer verstehen“.

Wenn der Drucker trotzdem streikt

Manchmal hilft alles nichts. Die Patronen sind neu. Das Papier liegt richtig. Der Drucker wurde dreimal neu gestartet. Und er druckt trotzdem nicht.

Wenn Sie in Berlin-Charlottenburg wohnen, komme ich gerne zu Ihnen nach Hause und sehe mir den Drucker an. Ich prüfe, ob das Problem am Gerät, an den Patronen oder an der Verbindung zum Computer liegt, und sage Ihnen ehrlich, ob sich eine Reparatur noch lohnt.

Und wenn er wieder druckt, machen wir gemeinsam einen Testausdruck. Auf einer eigenen Seite habe ich zusammengefasst, was ich bei Hausbesuchen am Drucker mache.

Sie erreichen mich unter 0151 44985258 oder per E-Mail an hilfe@computerhilfe-charlottenburg.de.

Und falls Sie gerade vor dem Drucker stehen und über den beherzten Klaps nachdenken: Schauen Sie lieber erst auf das Display. Er hat Ihnen vermutlich längst gesagt, was ihm fehlt.

Lieber persönlich erklärt bekommen?

Rufen Sie mich an. Ich komme zu Ihnen nach Hause in Berlin-Charlottenburg und helfe geduldig und in Ihrem Tempo.

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