Jede Woche zeige ich Ihnen neue Betrugsmaschen im Internet – und wie Sie sich davor schützen können.
28. Juli bis 3. August 2026 · Von Emilian Buza
Guten Tag,
ein Brief von einer angeblichen Kanzlei, eine E-Mail der vermeintlichen Hausbank oder ein überraschender Polizeianruf: Die Betrüger suchen sich immer wieder neue Vorwände. Entscheidend ist, dass Sie sich nicht unter Druck setzen lassen – weder auf dem Computer noch am Telefon.
Ich bin Emilian Buza von Computerhilfe Charlottenburg. Hier habe ich Polizeiwarnungen zusammengestellt, die zwischen dem 28. Juli und dem 3. August bekannt wurden. Bei jedem Fall erkläre ich Ihnen, wie Sie sich schützen können.

Symbolbild: Eine passend wirkende Kombination aus E-Mail und Anruf beweist noch nicht, dass tatsächlich Ihre Bank dahintersteckt.
Erst die Bank-E-Mail, dann der Anruf – mehrere Tausend Euro weg
Eine Frau aus Engen erhielt am 28. Juli eine angebliche Sicherheitsnachricht ihrer Hausbank. Kurz darauf rief ein Mann an, der sich als Bankmitarbeiter vorstellte. Die Täter brachten die 54-Jährige um mehrere Tausend Euro. Die Polizei warnte am 30. Juli vor der Kombination aus gefälschter E-Mail und Telefonkontakt.
Diese Betrugsmaschen sollten Sie kennen
Ein angeblicher Lotterie-Vertrag aus dem Jahr 2023
Ein 76-jähriger Mann aus Nobitz erhielt ein Schreiben einer angeblichen Rechtsanwaltskanzlei. Er sollte mehr als 3.500 Euro für einen vermeintlich 2023 telefonisch abgeschlossenen Lotterievertrag zahlen. Da ihm ein solcher Vertrag unbekannt war, wurde die Polizei eingeschaltet. Sie berichtete am 31. Juli über den Betrugsversuch.
Die angebliche Polizei will Ihre Wertsachen sichern
Eine 77-Jährige aus Hamm-Rhynern erhielt am 30. Juli den Anruf eines falschen Polizisten. Angeblich stand ein Einbruch bevor. Ein Unbekannter kam zu ihr nach Hause und nahm Wertsachen mit. Die Polizei meldete am 31. Juli, dass die Frau einen vierstelligen Betrag verloren hatte.
42.500 Euro nach einem Schockanruf verloren
Eine 85-jährige Frau aus Cuxhaven erhielt am 29. Juli einen Anruf: Ihre Tochter habe angeblich einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und müsse gegen Kaution aus der Haft geholt werden. Die Frau übergab 42.500 Euro an einen Abholer. Die Polizei veröffentlichte die Warnung am 30. Juli.

Symbolbild: Ob Gewinn, Kanzlei oder Polizei – eine Forderung ist noch kein Beweis, dass Sie zahlen müssen.
Angerufene durchschauten die Schockanrufwelle
Die Polizeidirektion Flensburg berichtete am 29. Juli von zahlreichen Schockanrufen in Schleswig-Holstein. Erfreulich: Die Angerufenen reagierten nach Polizeiangaben richtig. Sie beendeten die Gespräche, fragten kritisch nach oder überprüften die Geschichten über andere Kontakte. So gelang es den Tätern in diesen gemeldeten Fällen nicht, Geld zu erbeuten. Polizeidirektion Flensburg, 29.07.2026.
Rückruf statt Reaktion
Ganz gleich, ob Sie angeblich die Bank, eine Kanzlei oder die Polizei kontaktiert: Beenden Sie das Gespräch, wenn unerwartet Geld oder Zugangsdaten verlangt werden. Suchen Sie die offizielle Nummer selbst heraus und fragen Sie nach. Über eine fremde Nummer zurückzurufen, die Ihnen der Anrufer nennt, ist keine unabhängige Prüfung.
Bitte sofort handeln
Haben Sie Bankdaten preisgegeben oder Geld überwiesen, rufen Sie umgehend bei Ihrer Bank an. Lassen Sie nötigenfalls Karte und Online-Banking sperren und fragen Sie, ob sich eine Zahlung noch zurückrufen lässt. Sichern Sie Nachrichten und Belege und erstatten Sie Anzeige. Haben Sie einer unbekannten Person Zugriff auf Ihren Computer gewährt, trennen Sie das Gerät vom Internet und lassen Sie es fachkundig prüfen.
Sie dürfen immer nachprüfen
Niemand muss auf einen unerwarteten Anruf sofort reagieren. Ein ehrlicher Ansprechpartner wird akzeptieren, wenn Sie sich erst selbst vergewissern. Leiten Sie diesen Sicherheitsbrief gern an jemanden weiter, für den die Tipps nützlich sind.
Bis bald!
Ihr Emilian Buza
Computerhilfe Charlottenburg
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