Jede Woche zeige ich Ihnen neue Betrugsmaschen im Internet – und wie Sie sich davor schützen können.
18. bis 24. August 2026 · Von Emilian Buza
Guten Tag,
heute möchte ich mit Ihnen über einen Trick sprechen, der besonders schwer zu erkennen ist: Ein Betrüger behauptet, eine Zahlung stoppen oder Ihr Bankkonto retten zu wollen. Tatsächlich bringt er Sie dazu, das Geld selbst freizugeben.
Ich bin Emilian Buza von Computerhilfe Charlottenburg. Ich habe Polizeimeldungen dieser Woche ausgewertet und erkläre Ihnen, wie Sie solche Anrufe und Nachrichten erkennen.

Symbolbild: Eine angebliche Sicherheitsnachricht kann der Beginn eines Betrugs sein.
„Bitte bestätigen Sie die Stornierung“ – über 10.000 Euro weg
Ein Mann aus Mainz erhielt am 22. August eine SMS, angeblich von seinem Kreditkartenanbieter. Darin war von einer verdächtigen Zahlung im Ausland die Rede. Er rief die genannte Nummer an. Die Betrüger versprachen, die Zahlung zu stoppen, und schickten ihm eine Freigabe in seiner Bank-App. In Wirklichkeit bestätigte er eine neue Überweisung über mehr als 10.000 Euro.
Wenn Sie eine Überweisung in Ihrer Bank-App freigeben, kann dadurch Geld abfließen – selbst wenn Ihnen jemand erzählt, Sie würden nur etwas stornieren. Prüfen Sie die Anzeige und rufen Sie Ihre Bank über die offizielle Nummer an.
Weitere Fälle, die Sie kennen sollten
Die angebliche Polizei will Ihre Bankkarte
Eine Seniorin aus Hürtgenwald erhielt am 18. August einen Anruf von angeblichen Polizeibeamten. Ihre Bankkarte sei defekt und müsse abgeholt werden. Sie legte die Karte und ihre PIN vor die Tür. Die Betrüger hoben danach einen mittleren vierstelligen Betrag ab.
Die Polizei holt weder Bankkarten noch Geheimzahlen ab. Geben Sie Ihre PIN niemals weiter.
Quelle: Polizei Düren, 20.08.2026
Eine falsche Bank-Sicherheitsfirma holt die Karte ab
In Butzbach-Nieder-Weisel überzeugte am 21. August ein angeblicher Mitarbeiter einer Bank-Sicherheitsfirma eine Seniorin, ihre Bankkarte und PIN einem Abholer zu geben. Danach verschwanden 2.500 Euro vom Konto.
Wer Ihre Karte und PIN verlangt, arbeitet nicht in Ihrem Interesse. Beenden Sie das Gespräch und rufen Sie die Bank unter der bekannten Nummer an.
25.000 Euro durch drei Freigaben in der Bank-App
Eine 66-jährige Frau aus dem Landkreis Calw erhielt einen Anruf eines angeblichen Sicherheitsberaters ihrer Volksbank. Der Mann behauptete, es gebe verdächtige Kontobewegungen. Auf seine Anweisung bestätigte sie drei Überweisungen in der Bank-App. Der Schaden lag bei rund 25.000 Euro.
Eine TAN oder App-Bestätigung ist keine unverbindliche Sicherheitsprüfung. Lesen Sie genau, welcher Betrag und welcher Empfänger angezeigt werden.

Symbolbild: Kein Anrufer darf Sie zur Herausgabe von PIN oder Bankkarte drängen.
Seniorin verhindert Übergabe – Polizei nimmt Abholer fest
Eine 65-jährige Frau aus Husum erhielt am 19. August einen Schockanruf. Eine angebliche Notaufnahme und ein falscher Polizist verlangten 40.000 Euro Kaution für ihre Schwiegertochter. Die Frau kannte die Masche, spielte nur zum Schein mit und ließ über ihre Nachbarin die Polizei verständigen. Die Einsatzkräfte nahmen am Übergabeort einen Tatverdächtigen fest. Polizeimeldung vom 21.08.2026.
Eine „Sicherheitsfreigabe“ kann eine echte Überweisung sein
Wenn Sie am Telefon zu einer Aktion in Ihrer Banking-App aufgefordert werden, legen Sie auf. Lesen Sie die angezeigten Angaben in Ruhe. Eine echte Bank wird Sie nicht telefonisch dazu drängen, fremde Zahlungen oder unbekannte Empfänger zu bestätigen.
Was Sie jetzt tun können
Rufen Sie sofort Ihre Bank über deren offizielle Nummer an. Lassen Sie bei Bedarf Ihre Bankkarte oder Ihren Zugang sperren und fragen Sie nach einem Überweisungsrückruf. Sichern Sie SMS, Anruflisten und Belege. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Sie müssen keinen Anrufer zufriedenstellen
Niemand darf Sie am Telefon zu einer schnellen Zahlung drängen. Sie können jedes Gespräch beenden und selbst prüfen, was wirklich los ist. Genau diese kurze Unterbrechung macht Sie sicherer.
Bis bald!
Ihr Emilian Buza
Computerhilfe Charlottenburg
Sie haben eine verdächtige Nachricht erhalten? Computerhilfe ansehen
Jede Woche per E-Mail: „Vorsicht, Betrug!“
Einmal pro Woche schicke ich Ihnen die neuen Betrugsmaschen der Woche, verständlich erklärt und mit einem Tipp, den Sie sofort anwenden können. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
