Jede Woche zeige ich Ihnen neue Betrugsmaschen im Internet – und wie Sie sich davor schützen können.
4. bis 10. August 2026 · Von Emilian Buza
Guten Tag,
eine E-Mail der Bank, eine Warnmeldung auf dem Computer oder eine Nachricht beim Online-Verkauf: Diese Woche zeigen gleich mehrere Polizeimeldungen, wie Betrüger alltägliche digitale Situationen ausnutzen.
Ich bin Emilian Buza von Computerhilfe Charlottenburg. Ich habe die Warnungen für Sie zusammengestellt und sage Ihnen, woran Sie den Betrug erkennen und wie Sie sich schützen.

Symbolbild: Ein plötzliches Warnfenster und eine Hotline können Teil einer Betrugsmasche sein.
Falsche Bank-E-Mail, dann der Anruf: Geld weg
Ein 65-jähriger Mann aus Hamm bekam am 4. August eine Nachricht seiner angeblichen Bank und sollte seine Online-Banking-Daten eingeben. Kurz darauf folgte ein Anruf eines vermeintlichen Bankmitarbeiters. Am Ende fehlte ein vierstelliger Betrag. Die Polizei warnte am 5. August vor dem Vorgehen.
Quelle: Polizei Hamm, 05.08.2026
Diese Tricks sollten Sie kennen
Eine angebliche Service-Meldung öffnet die Tür zum Konto
Im Landkreis Greiz erschien auf dem Rechner einer 61-Jährigen eine vermeintliche Servicemeldung mit Telefonnummer. Sie rief dort an. Der Täter verschaffte sich Zugriff auf ihren Computer und anschließend auf ihr Online-Banking. Die Polizei veröffentlichte den Fall am 5. August.
Kleinanzeigen: Ein gefälschter Support fordert Daten
Ein 40-jähriger Verkäufer aus Hamm erhielt auf einer Verkaufsplattform eine Nachricht vom angeblichen Kundendienst: Ein Artikel sei gekauft, das Geld schon gezahlt. Hinter der Mitteilung steckte ein Phishing-Versuch. Der Vorfall ereignete sich am 3. August, die Warnung wurde am 5. August veröffentlicht.
Quelle: Polizei Hamm, 05.08.2026
Falscher Bankmitarbeiter nutzt eine erwartete Überweisung aus
Ein 84-jähriger Mann aus Hamm wurde am 3. August von einem angeblichen Bankmitarbeiter angerufen. Weil er tatsächlich eine Überweisung erwartete, ließ er sich dazu bringen, sein Online-Banking aufzurufen. Er verlor einen dreistelligen Betrag. Die Polizei berichtete am 4. August.
Quelle: Polizei Hamm, 04.08.2026

Symbolbild: Auch bei vermeintlichen Käufen und Lieferungen können Betrüger gefälschte Nachrichten einsetzen.
Mehrere Schockanrufe – niemand zahlte
In Augsburg versuchten Betrüger am 7. August, Angerufene mit angeblichen Unfällen ihrer Angehörigen zu fünfstelligen Kautionszahlungen zu bewegen. Die Betroffenen erkannten den Trick, beendeten die Telefonate und verständigten die Polizei. Nach deren Meldung vom 10. August entstand kein finanzieller Schaden. Zur Originalmeldung.
Eine Nachricht darf Sie nicht unter Zeitdruck setzen
Wenn Sie sofort auf einen Link klicken, eine Freigabe bestätigen oder eine Hotline anrufen sollen, unterbrechen Sie den Vorgang. Öffnen Sie die bekannte App oder Website selbst und fragen Sie bei Bedarf eine vertraute Person. Auch echte Probleme müssen nicht über den Link einer unerwarteten Nachricht gelöst werden.
So handeln Sie jetzt
Haben Sie Bankdaten eingegeben oder eine Zahlung freigegeben, kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank über eine offizielle Nummer. Lassen Sie betroffene Zugänge sperren und fragen Sie nach einem Überweisungsrückruf. Wenn jemand Fernzugriff auf Ihren Computer hatte, trennen Sie das Gerät vom Internet, lassen Sie es prüfen und ändern Sie wichtige Passwörter an einem sicheren Gerät. Bewahren Sie Belege und Nachrichten auf und erstatten Sie Anzeige.
Lieber einmal zu viel nachfragen
Sie müssen nicht jeden Trick kennen. Oft reicht eine kleine Regel: Wenn ein Fremder Sie am Telefon oder per Nachricht zu einer schnellen Zahlung drängt, machen Sie erst einmal nichts. Prüfen Sie selbst, ob der Kontakt echt ist.
Bis bald!
Ihr Emilian Buza
Computerhilfe Charlottenburg
Sie haben eine verdächtige Nachricht bekommen? Computerhilfe ansehen
Jede Woche per E-Mail: „Vorsicht, Betrug!“
Einmal pro Woche schicke ich Ihnen die neuen Betrugsmaschen der Woche, verständlich erklärt und mit einem Tipp, den Sie sofort anwenden können. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
